Kosten sollen zu hoch sein

Kein Lärmschutz für das Erholungsgebiet am Northeimer Freizeitsee

Besuch am Freizeitsee: Im August hatte FDP-Landtagsabgeordneter Christian Grascha (links) zusammen mit Gabriela König, tourismuspolitische Sprecherin der Liberalen im Landtag (2. v. r.) den Freizeitsee Northeim besucht. Foto: nh

Der Einbecker Landtagsabgeordnete Christian Grascha kritisiert die ablehnende Haltung von Land und Bund gegenüber Lärmschutzmaßnahmen entlang der A7 am Northeimer Freizeitsee.

Die Stadt Northeim hatte diese beim geplanten Ausbau der Autobahn auf sechs Spuren gefordert.

Grascha (FDP) hatte daraufhin eine Anfrage an die Landesregierung gerichtet und nach möglichen Lärmschutzmaßnahmen gefragt. Aus der jetzt vorliegenden Antwort des niedersäschsischen Verkehrsministers Olaf Lies (SPD) geht hervor, dass das Land bei der Ausbauplanung weder eine Lärmschutzwand noch den Einbau von Flüster-asphalt vorsieht.

Das Ministerium begründet seine Entscheidung damit, dass lediglich an drei Gebäuden am See die Immissionsschutzwerte überschritten würden. Der Aufwand für aktiven Lärmschutz mit einer 1,6 Millionen Euro teuren Wand sei dafür zu hoch.

Der Einbecker FDP-Politiker dazu: „Die touristische Entwicklung der Northeimer Seenplatte wird von Bund und Land komplett ignoriert. Schon heute nutzen viele tausend Menschen den See zur Naherholung. Das weitere Potenzial wird nun durch den Autobahnausbau zunichte gemacht.“

Es sei schon ärgerlich, dass es keine Lärmschutzwand gebe, fährt Grascha in einer Pressemitteilung fort. Dass nun aber sogar der Flüsterasphalt verweigert werde, sei schon abenteuerlich. Der nun geplante normale Asphalt biete einen zwei- bis dreimal schlechteren Lärmschutz.

Die Antwort des für Tourismus zuständigen Ministers Olaf Lies zeige, dass dieser „ziemlich weit von der Realität entfernt“ sei. Grascha abschließend: Die rot-grüne Landesregierung will angeblich unsere Region stärken. Tatsächlich wird dem Landkreis aber eine super Entwicklungschance genommen.“

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