Kein neues Feuerwehrhaus für Berwartshausen

Der städtische Bauausschuss hat sich gegen die 1,2-Millionen-Euro-Investition ausgesprochen

So sieht das Feuerwehrhaus von Berwartshausen aktuell aus. Es entspricht schon seit vielen Jahren nicht mehr den Anforderungen. ARchiv
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So sieht das Feuerwehrhaus von Berwartshausen aktuell aus. Es entspricht schon seit vielen Jahren nicht mehr den Anforderungen. (Archivfoto)

In Berwartshausen wird es nach der Beschlussempfehlung des städtischen Bauausschusses kein neues Feuerwehrhaus geben.

Northeim – Das Gremium stimmte mehrheitlich gegen die Änderung des Bebauungsplanes, der den Bau eines Feuerwehrgerätehauses zuzüglich einer Dorfgemeinschaftseinrichtung und der Möglichkeit der Aufstellung eines Jugendcontainers ermöglicht hätte.

Rainer Giesemann (SPD), der wie seine Parteigenossen für den Antrag stimmte, betonte in der vorangegangenen Diskussion, dass dringend Handlungsbedarf bestünde. Das Stadtkommando hätte den Bau mit Priorität 1 gesetzt.

Armin Töpperwien (FUL) hielt dem entgegen, dass keine Alternativen zum Neubau geprüft worden seien. Vielleicht könnte, so die Idee, der jetzige Standort erweitert werden. Außerdem hätten sich viele Einwohner bei einer Unterschriftensammlung gegen den Neubau ausgesprochen. Da seien auch Feuerwehrkameraden dabei gewesen.

Giesemann erwiderte, dass nun die Zufahrt durch die „Siedlung“, die von den Anwohnern kritisiert worden war, anders verlaufen solle. Vielleicht gebe es deswegen jetzt weniger Gegner. Er beantragte die Vertagung des Tagesordnungspunktes, auch um Zeit für den von Bürgermeister Simon Hartmann angekündigten Runden Tisch zu haben. Für diesen Vorschlag fand er aber keine Mehrheit im Ausschuss.

Anskar Lürig (CDU) und auch Eckhard Ilsemann (FDP) regten an, über die Zusammenlegung der Feuerwehr mit benachbarten Orten nachzudenken. Die Mittel, die beim Verzicht auf den Neubau eingespart würden, könnten an anderer Stelle bei den Feuerwehren besser eingesetzt werden, so Lürig.

Helga Jäger (CDU) bemängelte, dass dem Ausschuss nicht die Stellungnahme des Ortsvorstehers zu dem Bauvorhaben vorliegen würde. Da Berwartshausen keinen Ortsrat habe, sei diese Stellungnahme sehr wichtig. Stadtplanerin Sarah Pauly antwortete, der Ortsvorsteher hätte zunächst ein positives Votum abgegeben, später aber schriftlich betont, dass noch Fragen geklärt werden müssten.

Es ginge nicht nur um einen Neubau für das neue Fahrzeug, so Bauamtsleiter Frederik Backhaus, sondern auch die Feuerwehrunfallkasse hätte Einwände gegen die Nutzung des alten Gebäudes vorgebracht.  (rom)

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