Stadt soll Lösungen suchen

Ortsrat verärgert: Kein Treffpunkt mehr fürs Dorf in Stöckheim

Der Anbau an das Sporthaus mit Dorfgemeinschaftsraum in Stöckheim (hinten im Bild) könnte nach den Vorstellungen des Ortsrates vielleicht zu einem Dorftreff umgebaut werden.
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Der Anbau an das Sporthaus mit Dorfgemeinschaftsraum in Stöckheim (hinten im Bild) könnte nach den Vorstellungen des Ortsrates vielleicht zu einem Dorftreff umgebaut werden.

Der Ortsrat Stöckheim ist sauer darüber, dass für die Sanierung oder Neuschaffung eines Dorfgemeinschaftsraums für die 350 Einwohner kein Geld im Northeimer Haushalt vorgesehen ist.

Stöckheim - Weder für 2022, noch für die nächsten in der sogenannten Mittelfristigen Finanzplanung sei Geld im städtischen Etat für den Dorfgemeinschaftsraum Stöckheim eingestellt, rügt der Ortsrat. Dabei sei der in der ersten Etage oberhalb der Gymnastikhalle des Sportvereins gelegene aktuelle Dorfgemeinschaftsraum kaum noch nutzbar.

Zum einen weil er nur über eine steile Treppe erreichbar und so für gehbehindert Menschen nicht nutzbar ist. Zum anderen aber – und das scheint das noch viel größere Problem – weil es Probleme mit dem Brandschutz gibt.

So hatte die Stadtverwaltung zuletzt immer wieder die wiederholten Forderungen des Ortsrates nach dem Bau eines Fahrstuhls oder eines Treppenlifts mit der Begründung abgelehnt, dass der Raum wegen grober Baumängel im Brandschutzbereich für öffentliche Veranstaltungen gar nicht mehr genutzt werden darf.

Dass nun anscheinend gar keine Lösung des Problems mehr auf der Agenda der Stadt steht, empörte Ortsbürgermeister Dietmar Weiß in der kürzlich stattgefundenen Sitzung des Ortsrats. Das Gremium stimmte dann auch nur dem Hauhalstentwurf der Stadt für 2022 unter der Prämisse zu, dass wieder ein Merkposten für den Dorfgemeinschaftsraum in die Finanzplanung eingesetzt wird.

Der Ortsrat fordert entweder die Beseitigung der Brandschutzmängel und den Bau eines Fahrstuhls oder aber eine Alternative.

Die könnte nach den Worten des Ortsbürgermeisters so aussehen, dass die Stadt das zum Verkauf stehende Nachbarhaus, das an die Sportringhalle herangebaut ist, kauft und es zu einem Dorfgemeinschaftsraum umbaut. Leider habe die Stadt vor fünf Jahren nicht zugegriffen, als das Gebäude bereits schon einmal zum Verkauf stand. Jetzt sei es zwar saniert worden, dafür aber deutlich teurer.

Denkbar, so Ortsbürgermeister Weiß in der Sitzung des Ortsrates weiter, sei aber auch die Einrichtung eines Dorftreffs an anderer Stelle im Ort. (Axel Gödecke)

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