Viele Northeimer beschweren sich

Keine Briefe: Post weist Kritik rigoros zurück

Northeim. Viele Northeimer klagen derzeit über die ausbleibende oder schleppende Zustellung von Briefen und Paketen.

Die Beschwerden darüber, dass die Postzustellung in Northeim derzeit nur unzureichend oder zum Teil gar nicht erfolgt, häufen sich. Vor allem Unternehmer haben damit zu kämpfen, dass weder Rechnungen noch Angebote ihre Adressaten erreichen.

Susanne Anders, Geschäftsführerin des gleichnamigen Dachdeckerbetriebes an der Göttinger Straße, hatte in der Vorwoche nur am Donnerstag Post bekommen, danach erst wieder am Montag, berichtet sie der HNA. „Diese Situation bereitet uns natürlich erhebliche Probleme und zum Teil doppelte Arbeit.“

„Wir haben festgestellt, dass wir nicht nur keine Post bekommen, sondern auch, dass weder unsere Rechnungen noch die Angebote an unsere Kunden zugestellt wurden. Das bedeutet, dass einerseits kein Geld hereinkommt und uns andererseits Aufträge durch die Lappen gehen“, schildert sie die missliche Situation. Der Betrieb hat deshalb reagiert und verstärkt auf telefonische Kontakte gesetzt. „Die Kunden haben sich ihre Angebote zum Teil bei uns abgeholt.“

Beim Northeimer Gerd Proschek sieht es nicht anders aus. Er hat viel mit Päckchen und Paketen zu tun. „Da geht nichts rein und nichts raus. Er ist deshalb im Postdepot vorstellig geworden, wo sich offensichtlich liegengebliebene Sendungen bis zur Decke stapeln sollen. Seine Beschwerde dort und auch bei der Post in Bonn blieben mehr oder minder erfolglos.

Postsprecher Jens Hogardt aus Hamburg hatte - von der HNA mit der Situation konfrontiert - keine plausiblen Erklärungen parat, wies Gerüchte, nach denen die Post bis zu 60 Zustellkräfte in der Region entlassen haben soll, als „totalen Quatsch“ zurück. „Wir haben in Northeim eine stabile Personalsituation, uns ist von Engpässen oder Nichtzustellungen nichts bekannt.“ Er geht davon aus, dass die Kunden immer noch vom Poststreik sensibilisiert sind.

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