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Kreisverwaltung setzt auf Selbstvorsorge – Stadt plant Projekt

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Hande an Heizung
Einen Platz zum Aufwärmen ist wichtig. Die Stadt Northeim will dazu informieren. (Symbolbild) © Maria Diachenko/Imago

Wegen hoher Energiepreise drehen viele Menschen die Heizung nicht auf und frieren in diesem Winter in den eigenen vier Wänden. Einige Städte wie Osnabrück, Lüneburg und Braunschweig haben deshalb bereits sogenannte Wärmeinseln eröffnet. Das heißt, in städtischen oder kirchlichen Gemeindeeinrichtungen können Menschen vorbeikommen, um sich aufzuwärmen.

Northeim – Als im Sommer die Gaslieferungen aus Russland eingestellt wurden, hat die Northeimer Landkreisverwaltung angekündigt, dass sie in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden vorsorglich nach Gebäuden und Räumlichkeiten suchen wolle, die alternativ beheizbar wären und die man betroffenen Menschen im Landkreis anbieten könnte, um sich tagsüber dort aufzuwärmen. Doch bei der aktuellen HNA-Nachfrage beim Landkreis, ob den inzwischen solche Räume bereitstehen würden, benennt die Kreisverwaltung keine Standorte, sondern verweist darauf, dass man das Thema zwar im Fokus hätte, die Einrichtung aber grundsätzlich in die Zuständigkeit der Städte und Gemeinden fallen würde. Im Hinblick auf den Bevölkerungsschutz stehe die Kreisverwaltung aber in einem regelmäßigen Austausch mit den örtlichen Gefahrenabwehrbehörden. Sollte es zu einer Gasmangellage kommen, würden jedoch auch einige möglicherweise eingerichtete Wärmeinseln keine flächendeckende Lösung darstellen können.

Die Kreisverwaltung empfiehlt und verweist auf die Bundesregierung, die rät, einen gewissen Grad an Selbstvorsorge für mögliche, kurzfristig eintretende Notlagen zu schaffen. Bei der Krisenbewältigung komme es insbesondere auf die individuelle Selbsthilfefähigkeit jedes Einzelnen und natürlich auch die Nachbarschaftshilfe an.

In der Stadt Northeim wird am 8. Dezember ein neues Projekt „Offene Türen – offene Ohren“ vorgestellt, kündigt Bürgermeister Simon Hartmann an. Dabei gehe es in Kooperation mit der Kirche und anderen Partnern darum, Orte der Begegnung und des Zuhörens zu schaffen sowie Ängste vor den Folgen der Energiekrise zu nehmen.

Landkreis gibt Hilfestellung bei Energiekosten

Für Menschen, die nicht in Lage sind, die steigenden Energiekosten zu zahlen, gibt es verschiedene finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten beziehungsweise Ansprüche auf staatliche Leistungen. Informationen dazu finden sich unter anderem unter landkreis-northeim.de/energiesparen. Telefonisch ist die zentrale Energie-Hotline des Landkreises unter 0 55 51/70 86 24 zu erreichen, diese vermittelt Bürger mit ihrem Anliegen an die jeweils zuständige Ansprechstelle weiter. (rom)

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