Städte Northeim und Einbeck verhandeln

Grundschüler aus Stöckheim und Hollenstedt bald wieder nach Drüber?

Das Foto zeigt aus der Luft den Komplex, in dem auch die Grundschule Drüber untergebracht ist. In einem Teil des Gebäudes hat  die Zentrale der Kreisvolkshochschule ihren Sitz.
+
Die Grundschule Drüber: Früher war in dem Komplex auch eine Förderschule untergebracht, die aber geschlossen wurde. In einem Teil des Gebäudes hat unterdessen die Zentrale der Kreisvolkshochschule ihren Sitz. Archiv

Viele Eltern in Northeims Orten Stöckheim und Drüber wünschen sich, dass ihre Kinder wieder in der nahen Grundschule in Drüber zur Schule gehen und nicht nach Northeim müssen. Jetzt gibt es Hoffnung.

Northeim - Wie Northeims Bürgermeister Simon Hartmann mitteilte, hat es ein erstes Gespräch mit Vertretern der Stadt Einbeck als Trägerin der Schule in Drüber gegeben. Dabei ging es um eine eventuelle Wiederaufnahme der Beschulung von Kindern aus den beiden Northeimer Orten in der zu Einbeck gehörenden Grundschule Drüber.

Hintergrund: Die Stadt Northeim hatte 2011 die Schüler aus ihren beiden Ortschaften aus Kostengründen aus Drüber abgezogen und stattdessen die Beschulung in der Sultmerschule in der Kernstadt angeordnet. Damals zahlte die Stadt jährlich fast 50 000 Euro an die Stadt Einbeck als Schulgeld.

Seitdem gab es immer wieder Proteste sowohl von den Eltern als auch von den Ortsräten. Die Initiativen, die Beschulung in Drüber doch wieder aufzunehmen, verstärkten sich, seitdem es der Stadt Northeim finanziell wieder besser geht.

Die Stadt Northeim begrüße die Initiative der Eltern aus Hollenstedt und Stöckheim, die Grundschulkinder aus diesen beiden Ortsteilen wieder in Drüber beschulen zu lassen, betonte jetzt auch Bürgermeister Simon Hartmann. Auf Vorschlag der Stadtverwaltung habe der Verwaltungsausschuss nach Beratung im Schulausschuss darum gebeten, Daten über die Schülerzahlen zu erheben und erste Gespräche mit der Stadt Einbeck zu führen. Das sei nun geschehen.

Fazit des Gesprächs laut Stadtverwaltung Northeim: Es bestehe auf beiden Seiten Bereitschaft für eine interkommunale Zusammenarbeit. Derzeit würden die formalen Anforderungen und auch die genauen Kosten abgestimmt, um den Northeimer Ratsgremien einen Entscheidungsvorschlag vorlegen zu können.

Wie Bürgermeister Hartmann jüngst in der Sitzung des Northeimer Rates mitteilte, sei die Kinderzahl aus den beiden Orten, die jahrgangsweise nach Drüber zur Schule gehen könnten, schon ermittelt worden. Danach sind es im kommenden Jahr drei Kinder, in den Folgejahren vier und drei, im Jahre 2024 neun Kinder, 2025 drei und 2026 vier Kinder.

Stadt muss Schulgeld zahlen

Die Kosten für die Beschulung in der zur Stadt Einbeck gehörenden Schule Drüber liegen laut Hartmann voraussichtlich deutlich unter denen, die die Stadt Northeim noch vor zehn Jahren habe zahlen müssen. Sie liegen abhängig von der Schülergesamtzahl zwischen 5000 und 21 000 Euro.

Bevor eine Beschulung in Drüber wieder aufgenommen werden könne, sei allerdings erneut eine Veränderung der Schul-Einzugsbezirke durch den Rat nötig. Voraussetzung sei zudem der Abschluss einer Zweckvereinbarung zwischen den beiden Städten und eine Klärung der Frage der Schülerbeförderung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.