Northeim: Ein Kinderhaus fürs neue Stadt-Quartier

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Hier soll das Kinderhaus entstehen: Katharina Franzke, Geschäftsführerin von „Wohnen in Northeim“ und ehrenamtliche Schatzmeisterin des Kinderschutzbunds zeigt das Grundstück im neuen Quartier (unten ist die Straße Sturmbäume zu sehen. Der große graue Komplex ist der geplante Supermarkt). 

Northeim. Es soll ein Projekt werden, das im Landkreis seinesgleichen sucht: Der Kinderschutzbund und die Wohnungsbaugesellschaft Wohnen in Northeim planen ein Familienzentrum mit Kinderhaus, Mehrgenerationenhaus, Mehrzweckraum und Beratungsstelle. Dazu Fragen und Antworten:

An welcher Stelle soll das Projekt gebaut werden?

Das Unternehmen Wohnen in Northeim hat sich laut Geschäftsführerin Katharina Franzke, die auch Schatzmeisterin des Kinderschutzbunds Northeim ist, das Eckgrundstück Sturmbäume/neue Erschließungsstraße gegenüber dem Northeimer Ärztehaus reservieren lassen.

Was möchte der Kinderschutzbund auf dem Gelände realisieren?

Der Verein plant laut Franzke die Verlagerung seines zu klein gewordenen Kindergartens von der Reddersenstraße ins neue Stadtquartier. Entstehen soll statt des bisherigen Ein-Gruppen-Kindergartens eine Einrichtung mit zwei Gruppen (eine integrativ) sowie eine angegliederte Krippe.

Als Besonderheit für Northeim soll eine Betreuungszeit von 7 bis 19 Uhr angeboten werden. Außerdem möchte der Kinderschutzbund seine Geschäftsstelle und seine Beratungsangebote (Frühe Hilfen und Gewaltberatungsstelle) vom Entenmarkt in das neue Gebäude verlagern.

Was plant die Wohnungsbaugesellschaft?

Entstehen soll auf dem Doppelgrundstück ein vierstöckiges Mehrfamilienhaus mit barrierefreien Mietwohnungen, konzipiert als Mehrgenerationenhaus. Dabei soll die Kindertagesstätte im Erdgeschossbereich des Komplexes integriert werden. Vorgesehen ist, dass sich die Bewohner des Quartiers, aber auch andere Northeimer mit in die Kinderarbeit einbringen, zum Beispiel über das Projekt „Wunschgroßeltern“, das der Kinderschutzbund betreibt.

Was heißt denn Mehrgenerationenhaus?

Im Neubau sollen Mieter verschiedenen Alters wohnen, in Kontakt kommen und eine Gemeinschaft bilden. Aus diesem Grund soll auch ein Mehrzweckraum in dem Komplex entstehen, in dem gemeinsam gefeiert werden kann oder private Feiern stattfinden können. In Kooperation mit dem Seniorenwohnheim Stiemerling soll auch ein betreutes Wohnen möglich werden.

In dem Objekt entsteht ja ein wohl im Kreis einmaliges Kinderhaus. Wie finanziert denn der Kinderschutzbund als Verein ein solches Projekt?

Bauherrin wird voraussichtlich die Gesellschaft „Wohnen in Northeim“ sein. Der Kinderschutzbund soll als Mieter mit Kindergarten, Krippe und Geschäftsstelle einziehen. Wie bei allen Kindertagesstätten in Northeim erstattet die Stadt über den sogenannten Defizitausgleich alle Kosten, die der Träger mit Eigenmitteln und über Elternbeiträge nicht decken kann. Für den Krippenbau bekommt die Stadt zudem einen Landeszuschuss von 250 000 Euro.

Warum sollte die Stadt das Defizit übernehmen?

Laut Landkreis Northeim gibt es zu wenig Kindergarten- und vor allem Krippenplätze in der Kernstadt. Das muss die Stadt ändern. Deswegen unterstützt sie das Kinderschutzbundprojekt.

Wann geht es los mit dem Bau?

Der Kinderschutzbund plant die Eröffnung des Kindergartens und der Krippe für Herbst 2017. Baustart müsste dann 2016 sein.

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