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Northeimer setzen Zeichen der Solidarität mit der Ukraine

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Von: Kathrin Plikat

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Zum Abschluss der Northeimer Mahnwache stellten die Teilnehmer rund um die Ukraine-Flagge Kerzen ab.
Zum Abschluss der Northeimer Mahnwache stellten die Teilnehmer rund um die Ukraine-Flagge Kerzen ab. © Hubert Jelinek

Ein deutliches Zeichen der Solidarität mit der Ukraine haben am Montagabend mehr als 350 Menschen auf dem Northeimer Marktplatz gesetzt: Sie nahmen an einer Mahnwache teil, zu der die Stadt Northeim zusammen mit dem Ökumenischen Arbeitskreis aufgerufen hatte.

Northeim - Auf dem Platz vor der Alten Wache hatten die Organisatoren eine große Ukraine-Flagge mit einer weißen Friedenstaube abgelegt. Drumherum sammelten sich die Teilnehmer, viele von ihnen hatten Kerzen dabei.

Pünktlich um 18 Uhr, als Pastor Michael Emmendörffer Begrüßungsworte sprach, setzte an der Sixti-Kirche das zehnminütige Totengeläut ein, das sonst bei Trauerfeiern ertönt.

Normalerweise erklingt jeden Abend um 18 Uhr die Abendglocke, doch mit der sogenannten Sterbeglocke wollten die Northeimer Kirchen ein Zeichen setzen und daran erinnern, dass aktuell viele unschuldige Menschen bei dem Angriff Russlands auf die Ukraine sterben.

Bürgermeister Simon Hartmann sagte, dass der Ukraine-Krieg nicht irgendwo, sondern mitten in Europa stattfinde und unsägliches Leid über Millionen Menschen bringe.

„Während wir uns hier zur Mahnwache zusammengefunden haben, sterben unschuldige Menschen, verbringen eine weitere Nacht auf der Flucht, im Luftschutzbunker, auf der Straße, in einem Schützengraben.“

Es tue daher gut, Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zu zeigen, daher stehe man auf vielfältige Weise eng zusammen und helfe ganz konkret. Hartmann bedankte sich bei den vielen Organisationen, Privatleuten und Behörden für ihre überwältigende Hilfsbereitschaft, egal ob in Form von Geld- oder Sachspenden.

Er betonte, dass in dieser Woche die ersten Geflüchteten aus der Ukraine in Northeim erwartet werden, viele Northeimer hätten bereits Wohnraum zur Verfügung gestellt.

Zum Abschluss der Mahnwache wurde ein Gebet verlesen – auf deutsch, ukrainisch und russisch, einigen Teilnehmer liefen in dem Moment Tränen über das Gesicht. (kat)

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