Jasper Schade startet bei Europameisterschaft

Siebenjähriger aus Hillerse fährt leidenschaftlich E-Motocross

Jasper Schade beim dritten Meisterschaftslauf der MXE Junior Europameisterschaft in Lacapelle-Marival im Süden Frankreichs.
+
Jasper Schade beim dritten Meisterschaftslauf der MXE Junior Europameisterschaft in Lacapelle-Marival im Süden Frankreichs.

Auf leisen aber schnellen Spuren – der siebenjährige Jasper Schade aus Hillerse ist bei der in diesem Jahr neu geschaffenen E-Motocross Europameisterschaft dabei.

Northeim – Damit tritt er in die Fußstapfen seines Vaters Markus Schade, der seit über 30 Jahren Motocross fährt und seit 2016 den Electric Ride Park (ERP) in Hardegsen betreibt.

Schon mit vier Jahren begann Jasper, der die zweite Klasse in der Regenbogenschule Höckelheim besucht, erstmals mit den kaum hörbaren E-Motorrädern zu fahren. Seit dem er fünf ist, macht er das regelmäßig. Nun durfte Jasper an der MXE Junior Europameisterschaft teilnehmen.

Auch im Motorsport wird der elektronische Antrieb immer bedeutender. Ein Umdenken habe in den letzten Jahren stattgefunden, stellt Markus Schade fest.

Um sich zu qualifizieren, musste Jasper eine bestimmte Zeit erreichen. Das schaffte er auf dem väterlichen Kurs in Hardegsen. Vom 24. bis zum 26. September war Familie Schade dann beim ersten Rennen der Meisterschaft in Mantova, im Norden Italiens, dabei.

Mit dem Familienwohnmobil machte sich Jasper zusammen mit Vater Markus und Mutter Antje auf den Weg. Der Siebenjährige nutzte die Reisezeit, um mit seiner Mutter für die Schule zu lernen. Aktuell begeistere ihn vor allem der Matheunterricht: „Ich kann sogar schon Malrechnen.“ Er habe damit einen kleinen Vorsprung vor seinen Mitschülern. Überhaupt mache ihm die Schule bisher viel Spaß.

Als einziger Deutscher in Italien schnupperte Jasper dann auch zum ersten Mal Wettbewerbsluft im Rennzirkus. Nach dem Training folgten an den Rennwochenenden zwei Rennen. Weitere Läufe fanden bisher in Teutschenthal in Sachsen-Anhalt und im südfranzösischen Lacapelle-Marival statt. Nach Frankreich war die Familie sogar zehn Stunden unterwegs.

Insgesamt fünf Wochenenden der Europameisterschaft waren in diesem Jahr geplant. Die letzten beiden Rennen fanden in Madrid statt. Diesmal ohne den Hillerser. „Das ist für uns doch ein bisschen weit“, so Markus Schade. Außerdem steht bei Jasper bisher ohnehin der Spaß im Vordergrund. Die Platzierungen sind nachrangig, zumal der Siebenjährige teilweise zwei Jahre jünger als seine Konkurrenten ist.

Doch nicht nur E-Motocross begeistert den Jungen. Je nach Jahreszeit stehen auch andere Aktivitäten auf dem Plan. So fährt die Familie im Winter zum Skifahren nach Tirol. Auch dort konnte Jasper bereits ein paar Medaillen einsammeln, die er stolz präsentiert. Im Sommer geht es natürlich auf die Motorradpiste oder auch mal ins Schwimmbad.

Als Erfrischung an den heißen Tagen des Jahres hat Jasper für seinen Vater gerne mal eine Überraschung parat. „Papa wird mit Wasserbomben nass gemacht“, erzählt er begeistert. Daneben stehen auch nicht–sportliche Aktivitäten auf dem Plan. Beim Schlagzeugunterricht spielt er gerne mal ein paar Lieder mit seinem Lehrer, der ihn auf der E-Gitarre begleitet.

Ansonsten spielt der Junge sehr gerne mit Lego. Egal ob Lego Star Wars, City oder Ninjago – Jasper kann sich für die Bausteine in allen Formen begeistern. Die vielen Hobbys lassen also keine Langeweile aufkommen. 2022 wird Jasper weiter auf den Rennpisten Europas zu finden sein. Solange der Spaß anhält, wird er also auch zukünftig schnell und leise mit seinem Gefährt unterwegs sein. (Amir Selim)

Der junge Motocrossfahrer auf seinem Motorrad vor dem Familienwohnmobil.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.