Landkreis Northeim fördert Einzelhändler

Kleine Betriebe können auf Zuschüsse hoffen

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Northeim. Der Landkreis Northeim wird auch 2015 die Investitionsförderung von kleinen und mittleren Betrieben fortsetzen, obwohl es kein Geld mehr von der EU dafür gibt.

Der Landkreis zahlt die Zuschüsse nun ausschließlich aus eigener Kasse. Erstmals können auch Einzelhändler auf Fördergeld hoffen.

Bislang wurde der Fördertopf für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) je zur Hälfte aus Landkreis- und EU-Geld gespeist. Künftig wird nur noch der Landkreisanteil in Höhe von 357.000 Euro dafür zur Verfügung stehen.

„Einstellen wollten wir die Wirtschaftsförderung nicht, dafür war sie zu erfolgreich“, sagt Holger Mißling von der Wirtschaftsförderungsstelle des Landkreises. Deshalb habe der Kreis seinen Anteil wieder in den Haushalt eingestellt.

18 Millionen Euro sind geflossen

So wurden aus dem KMU-Topf seit 2008 insgesamt 64 Unternehmen bezuschusst, wenn sie mit ihren Erweiterungen oder Modernisierungen Arbeitsplätze sicherten und schufen. Das Investitionsvolumen betrug laut Mißling insgesamt 18 Millionen Euro. Mit ihm seien 100 zusätzliche Dauerarbeitsplätze im Landkreis geschaffen worden.

Nach den neuen Förderrichtlinien können zwar weiter bis zu 25 Prozent der Investitionskosten gefördert werden. Es gilt aber wegen des reduzierten Haushaltsansatzes eine Maximalförderung von 50.000 Euro pro Projekt. Bislang lag das Maximum bei 50.000 Euro pro neuem Arbeitsplatz.

Erweitert wurde hingegen der Kreis der förderfähigen Betriebe. Ab sofort können Einzelhändler ebenfalls gefördert werden, allerdings nur dann, wenn mit dem Vorhaben ein im Stadtzentrum bestehender Leerstand verringert und das Warenangebot sinnvoll ergänzt wird. „Das haben wir mit der Industrie- und Handelskammer so abgesprochen“, ergänzt Mißling.

„Damit wollen wir zur Wiederbelebung der Innenstädte beitragen, in Ergänzung bereits bestehender Initiativen“, ergänzt der Erste Kreisrat, Dr. Hartmut Heuer.

Geld gibt’s nur für Arbeitsplätze

Anträge auf Investitionsförderung beim Landkreis können gewerbliche Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Groß- und Versandhandel, Bau-, Verkehrs- und Beherbergungsgewerbe sowie unternehmensnahe Dienstleister, Existenzgründer und innerstädtische Einzelhändler stellen.

Zuschüsse gibt es für geplante Maßnahmen zur Errichtung oder Erweiterung von Betriebsstätten (Läden) sowie für grundlegende Änderung von Produktionsverfahren. Voraussetzung ist die Schaffung von zusätzlichen Dauerarbeitsplätzen, 15 Prozent mehr müssen es mindestens sein.

Kontakt: Wirtschaftsförderungsstelle, Holger Mißling und Stefan Wolfgang, 05551/708-734, -730

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