Nach Corona-Lockerungen

Klinik in Northeim fährt Operationen wieder hoch

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Die Helios-Klinik in Northeim: Im Vordergrund, und damit auf der Rückseite des Gebäudekomplexes, ist die Notaufnahme zu sehen.

Etliche wegen der Corona-Pandemie verschobenen Operationen hat die Helios-Klinik in Northeim bereits nachgeholt. Schrittweise geht die Klinik wieder in den Normalbetrrieb. 

Um Kapazitäten für Covid-19-Patienten zu schaffen, hielt auch die Helios--Klinik Northeim bis Ende Mai entsprechend der gesetzlichen Vorgaben 40 Prozent ihrer Betten frei. Operationen, die ohne gesundheitliche Folgen verschoben werden konnten, wurden nicht ausgeführt. Etliche davon wurden jedoch jetzt schon nachgeholt.

„Dringende Eingriffe und Behandlungen sowie Operationen bei Krebspatienten haben wir selbstverständlich nicht verschoben. Auch in der Versorgung akuter Notfälle und in der Geburtshilfe gab es keine Einschränkungen“, betont Klinikgeschäftsführer Frank Mönter.

In allen operativen Bereichen seien aber planbare Eingriffe zurückgestellt worden. Die Patienten hätten darauf mehrheitlich mit großem Verständnis reagiert, so Mönter. Lediglich in der Anfangszeit der Pandemie, als noch nicht allen die Tragweite bewusst war, habe es sehr vereinzelt Kritik gegeben.

Frank MönterKlinik-Geschäftsführer

Der Anteil planbarer Operationen falle in den Fachbereichen sehr unterschiedlich aus. So habe es etwa die Kardiologie überwiegend mit akuten Fällen zu tun, die nicht verschoben werden können. Mönter: „Spürbar war aber auch bei uns, dass manche Infarkt-Patienten aus Verunsicherung erst spät den Notruf wählten und in die Klinik kamen. Ein gefährlicher Trend, der sich glücklicherweise wieder abgeschwächt hat.“ Auch leichte Symptome für einen Herzinfarkt seien immer ein Notfall. Das gleiche gelte für Schlaganfall-Symptome, betont der Klinikgeschäftsführer.

Betrieb nach Corona 

Derzeit fahre die Klinik den Betrieb wieder hoch. Mit dem Regelbetrieb vor Corona sei die aktuelle Situation aber nicht vergleichbar. Priorität habe die Sicherheit der Patienten und des Personals. So halte die Klinik weiter strikt abgetrennte Bereiche für Corona-Patienten und Verdachtsfälle vor.

 Um Abstand zwischen den Patienten sicherzustellen, bleibe die Bettenzahl bis auf Weiteres reduziert. Zudem müssten weiter 20 Prozent der Kapazität für Covid-19-Patienten freigehalten werden. „Wenn es nötig ist, können wir in kurzer Zeit in den Krisenmodus zurückkehren“, so Mönter.

Kein Covid-19-Kranker mehr

Momentan befinden sich keine Patienten mit bestätigter Covid-19-Erkrankung mehr in der Helios--Klinik Northeim, sagt Klinik-Geschäftsführer Frank Mönter. Auf einer isolierten Station würden aktuell noch fünf Corona-Verdachtsfälle behandelt.

Viele zurückgestellte Operationen und Behandlungen hätten mit Beginn der Corona-Lockerungen inzwischen schrittweise nachgeholt werden können, so Mönter weiter. 

„Außerdem war es uns wichtig, wieder Besuche von Angehörigen zu ermöglichen – gerade für Patienten, die eine längere Zeit im Krankenhaus bleiben müssen. Dabei sind jedoch klar definierte Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten“, so Mönter. 

Und auch wichtige Angebote für Schwangere, wie etwa ein Geburtsvorbereitungskurs, fänden mit beschränktem Teilnehmerkreis und entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen wieder in der Northeimer Klinik statt.

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