Klostermarkt in Northeim ist abgesagt

Corona-Regeln machen Mittelaltermarkt unmöglich

Zwei Ritter kämpfen beim Klostermarkt in Northeim auf dem Münsterplatz vor Publikum
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Ritterkampf beim Klostermarkt in Northeim. Archivfoto

Nun steht es endgültig fest: Auch der Northeimer Klostermarkt fällt der Corona-Pandemie zum Opfer und findet in diesem Jahr nicht statt. Ursprünglich sollte das 25. Jubiläum des Mittelaltermarkts am 19. und 20. September mit einem großen Programm gefeiert werden. Doch die Verlängerung des Veranstaltungsverbots bis zum 31. Oktober lässt nun auch den Organisatoren des Klostermarkts keine andere Wahl mehr, als ihn abzusagen.

„Wir haben lange überlegt, ob wir ihn trotz der Auflagen ausrichten können“, berichtet Stadtmarketingchefin Tanja Bittner. So hätte man verschiedene Konzepte auf die Abstands- und Hygieneregeln überprüft, aber insbesondere die Nachverfolgung der Besucher sei nicht zu leisten gewesen. Man hätte ja nicht die ganze Innenstadt abriegeln können, um jeden zu erfassen. Zudem seien einige Punkte der Verordnung noch nicht klar formuliert gewesen, sodass es noch Unsicherheiten bei deren Umsetzung gegeben hätte. Letztendlich hätte nun aber entschieden werden müssen, bereits jetzt seien Kosten für Vorleistungen von circa 3500 Euro entstanden.

Tanja Bittner

Sicher sei auch, dass unter Coronaauflagen der Sinn des Festes, nämlich ein „Fest der Begegnung, des Spaßes und des Austauschs“ nicht gegeben wäre. Einher mit der Absage des Klostermarkts geht auch, dass der vorgesehene verkaufsoffene Sonntag nicht stattfinden kann. Ein verkaufsoffener Sonntag müsse immer anlassbezogen sein, dieser Anlass falle nun weg. Falls diese Regelung seitens des Landes gelockert werde, könne in Absprache mit den Geschäftsleuten über einen neuen Termin nachgedacht werden, so Bittner.

Der Klostermarkt soll nun unter dem Motto „25+1“-Jahre im kommenden Jahr stattfinden. Die Programm-Agentur und auch viele Künstler sind schon auf 2021 umgebucht worden.

Noch optimistisch geht man an den City-Rummel im November und den Weihnachtsmarkt heran. Bittner: „Auf dem Münsterplatz kann man die Stände gut entzerren, nur wenn es auch da noch eine Nachverfolgung geben muss, wird es knifflig.“

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