Entwicklung des neuen Baugebiets

Knappe Mehrheit für Öffnung des Northeimer Martinsgrabens

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Machten ihrem Ärger über die geplante Öffnung des Martinsgrabens Luft: Anwohner des südlichen Wieterviertels.  

Northeim. Die Öffnung des Northeimer Martinsgrabens wird immer wahrscheinlicher. Der Bauausschuss hat sich mehrheitlich zur Entwicklung des neuen Baugebietes für die Freigabe des bislang gesperrten Teilstücks ausgesprochen.

Vor der Sitzung hatte sich das Gremium zu einer Ortsbesichtigung getroffen, um sich ein genaues Bild von der Situation zu machen. Der weitausgrößte Teil der 50 Anwohner, die daran teilnahmen, machte seinen Protest gegen die geplante Öffnung deutlich und forderte die Erschließung des Baugebietes über städtische Feldwege, wie es die Northeimer Stadtverwaltung als kostengünstigere Alternative vorgeschlagen hatte (wir berichteten).

In der anschließenden Sitzung betonte Ausschussmitglied Eckhard Ilsemann (FDP), dass gemäß des gültigen Flächennutzungsplans bei der Ausweisung von weiteren Baugebieten im fraglichen Bereich der Martinsgraben zu öffnen sei. Insofern könne er nicht verstehen, warum die Verwaltung die Feldweg-Variante überhaupt vorgeschlagen habe. Er gab zu bedenken, dass die veranschlagten Kosten von 25 000 Euro angesichts des Baubooms sicherlich nicht ausreichen würden und dass eine zeit- und kostenaufwendige Befeuchtung der Wege nötig wäre, um Staubentwicklung zu vermeiden.

Ebenso wie Hans Harer (Grüne), Helga Jäger und August Markus (beide CDU) votierte Ilsemann für die Öffnung des Martinsgrabens und den Ausbau als Baustraße, was laut Verwaltung rund 230 000 Euro kosten würde. Ausschussmitglied Kurt Fürsten (SPD) sprach sich ebenfalls für die Öffnung aus, allerdings in einer kostengünstigeren Variante, die seitens der Verwaltung in der Sitzung zusätzlich vorgestellt wurde. Die sieht vor, den derzeit gesperrten Teil der Straße durch Aufbringen einer weiteren Schotterschicht für die Nutzung mit schweren Baufahrzeugen vorzubereiten.

Dietmar Kahler und Rainer Giesemann (beide SPD) sowie Armin Töpperwien (FuL) und Hartmut Schmidt (AfD) empfahlen die Umleitung des Baustellenverkehrs über städtische Feldwege.

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