Alternative für Eltern und Schüler zu Hause an

Kochkiste statt Mensa-Essen im Kreis Northeim

Präsentieren die Kochkiste: Northeims Landrätin Astrid-Klinkert Kitte (links) und die Fachbereichsleiterin Soziale Dienste beim Landkreis, Sabine Lange.
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Präsentieren die Kochkiste: Northeims Landrätin Astrid-Klinkert Kitte (links) und die Fachbereichsleiterin Soziale Dienste beim Landkreis, Sabine Lange.

Ein warmes Mittagessen, das es in den Schulen zurzeit nicht gibt, kann man jetzt auch im Landkreis Northeim direkt nach Hause bestellen.

Northeim - Dafür bietet der Landkreis Northeim für Kinder und Jugendliche aus Familien mit kleinem Geldbeutel, die vor dem Lockdown am kostenlosen Mittagessen teilgenommen hatten, die in Göttingen bereits bekannte „Kochkiste“ an.

Die Boxen enthalten Lebensmittel und Rezeptvorschläge, um sich eine Woche lang abwechslungsreiche Mittagsmahlzeiten selber kochen zu können, heißt es vom Landkreis. Außerdem sei genug Obst und Gemüse für eine gesunde und ausgewogene Ernährung dabei. Bis die Schulmensen wieder öffnen, könne auf diese Weise ein Ersatz für das Schulmittagessen angeboten werden.

Zwar habe man in Northeim bis zuletzt gehofft, den Familien einen finanziellen Zuschuss für das Mittagessen auszahlen zu dürfen, betont Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Seit letzter Woche sei aber klar, dass die Chancen darauf nicht gut stehen.

Daraufhin sei schnelles Handeln gefragt gewesen. „Die Kochkiste war uns bereits im vergangenen Jahr als innovatives Projekt mit einer tollen Wirkung aufgefallen“, ergänzt Sabine Lange, Fachbereichsleiterin Soziale Leistungen beim Landkreis. Man habe zum Hörer gegriffen und schnell die Kisten-Aktion ins Rollen gebracht.

„Die Stadt Göttingen hat uns sofort ihre Unterstützung zugesichert. Dort hat man schon viel Erfahrung mit der Kochkiste gesammelt, die einfach gut läuft. Allein hätten wir mehrere Wochen für die Vorbereitung gebraucht“, lobt die Landrätin der Zusammenarbeit der beiden Behörden.

Die Kochkisten werden von den Küchenbetrieben der Stadt Göttingen zusammengestellt, dort abgeholt und zu den Familien nach Hause geliefert. Die Kosten von 25 Euro pro Kochkiste werden laut Kreisverwaltung intern verrechnet und über das Bildungs- und Teilhabepaket vollständig aus Bundesmitteln finanziert.

Die Eltern von Kindern und Jugendlichen im Landkreis Northeim, die vor dem Lockdown am kostenlosen Mittagessen teilgenommen hatten, sollten sich jetzt umgehend bei ihren Sachbearbeitern im Jobcenter oder beim Fachbereich Soziale Leistungen beim Landkreis Northeim melden.

Die Bestellungen erfolgen im Voraus und benötigen bis zur Auslieferung etwa zwei bis drei Werktage Bearbeitungszeit.

(Axel Gödecke) 

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