Kommentar zur Anzeige gegen den Bürgermeister: Geduld am Ende

SPD, CDU und Grüne haben Anzeige gegen den Northeimer Bürgermeister erstattet. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Olaf Weiss.

Es wird zusehends einsamer um Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser. Die Anzeige, die SPD, CDU und Grünen gegen den Rathaus-Chef erstattet haben, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass das Tischtuch zwischen der breiten Ratsmehrheit und dem Bürgermeister vollkommen zerschnitten ist.

Das ist umso schwerwiegender, als seit längerem zu beobachten ist, dass auch die ihn einst massiv unterstützende FDP auf Distanz zu Tannhäuser geht. Man darf annehmen, dass die drei Fraktionen nicht eine völlig aus der Luft gegriffene Anzeige erstattet haben. Aber gegenwärtig ist zweitrangig, ob die Vorwürfe der Prüfung der Staatsanwaltschaft standhalten.

Sie zeigen aber, dass Tannhäuser die Toleranz gegenüber seiner Amtsführung aufgebraucht hat. Der Stadtrat ist der Chef des Bürgermeisters. Der Untergebene muss sich seinem Chef anpassen. Das nun noch zu lernen, scheint für Tannhäuser zu spät. So bleibt die Frage, die viele seit einiger Zeit in Northeim stellen: Wann wählen wir wieder einen Bürgermeister?

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