Kommentar zu Northeims Stadtrat und Bürgermeister: Lähmendes Patt

Northeim. Die CDU-Stadtratsfraktion übt heftige Kritik an der Arbeit von Northeims Bürgermeister Hans Erich Tannhäuser (parteilos). Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Olaf Weiss.

Das Klima zwischen Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser und vor allem den beiden großen Stadtratsfraktionen SPD und CDU ist seit langem angespannt. Durch die öffentlichen Vorwürfe der Christdemokraten dürfte es nun frostig werden.

Die Hauptverantwortung dafür trägt der Bürgermeister. Er hat es in zweieinhalb Jahren im Amt nicht verstanden, sich eine ihn tragende Mehrheit im Stadtrat zu organisieren. Im Gegenteil: Als Kandidat einer nur kleinen Ratsgruppe hat er überwiegend einen eigensinnigen bis eigenmächtigen Kurs gesteuert, ohne Rücksicht auf die Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat.

Die Anforderungen an einen Bürgermeister sind widersprüchlich. Einerseits soll er mit seiner Verwaltung Visionen entwickeln, wie sich seine Stadt erfolgreich entwickeln soll. Andererseits ist er Befehlsempfänger des Stadtrates, dessen Beschlüsse er umzusetzen hat. Diesen Spagat muss Tannhäuser weiterhin üben, wenn das lähmende Patt zwischen ihm und dem Rat nicht dauerhaft fortbestehen soll.

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