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Kommentar zur Mehrheit im Northeimer Rat und zum Bürgermeister: Zeit für den Showdown

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Von: Olaf Weiss

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ows123Rathaus NortheimVorderansicht mit Stein
Rathaus Northeim © Weiss

Northeim. Wegen fragwürdiger Spesenabrechnungen ist ein Großteil des Northeimer Stadtrates zunächst nicht bereit, Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser Entlastung zu erteilen. Dazu ein Kommentar von Olaf Weiss.

So etwas nennt man langsam sturmreif schießen. So wie die Belagerer einer Burg im Mittelalter nach und nach die Festungsmauern nach und nach mürbe machten, versuchen die Ratsfraktionen von SPD, CDU und Grünen dem Bürgermeister sein Amt allmählich madig zu machen. Gleichzeitig wollen sie die Bürger überzeugen, dass Hans-Erich Tannhäuser der falsche Mann an der Verwaltungsspitze ist.

Ob in Teeküchen verschwundene Akten, der fragwürdige Umgang mit Mitarbeitern oder jetzt umstrittene Spesenabrechnungen: Angriffsfläche bietet Tannhäuser immer wieder genug. Gleichzeitig hat er bei allen Vorwürfen erstaunliche Nehmerqualitäten bewiesen. Die Nadelstichtaktik allein wird den Fraktionen nicht den von ihnen erhofften Erfolg bringen.

Es wird Zeit für den Showdown. Die drei Parteien plus die FDP, die auch von Tannhäuser abgerückt ist, sollten endlich ein Abwahlverfahren initiieren. Dann hätten schließlich die Wähler das Wort und müssten darüber entscheiden, ob sie ihn noch länger im Rathaus haben wollen – oder nicht.

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