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Stadt Northeim soll Planer beauftragen und Mobilitätsmanager einstellen

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Von: Axel Gödecke

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Mobilität in Northeim verbessern soll Ziel des Konzeptes sein. Dabei gilt es auch, die verschiedenen Verkehrsarten – wie hier Busse, Pkw und Radler auf der Friedrichstraße – zu optimieren und sicherer zu machen.
Mobilität in Northeim verbessern soll Ziel des Konzeptes sein. Dabei gilt es auch, die verschiedenen Verkehrsarten – wie hier Busse, Pkw und Radler auf der Friedrichstraße – zu optimieren und sicherer zu machen. © Axel Gödecke

Die Stadtverwaltung soll ein Mobilitätskonzept für das Stadtgebiet samt Ortschaften aufstellen lassen und zudem einen Mobilitätsmanager oder eine Mobilitätsmanagerin einstellen.

Northeim – Er oder sie sollen das Konzept gemeinsam mit dem zu beauftragenden Planungsbüro mit aufstellen und hinterher die Umsetzung begleiten. Das hat der Northeimer Ausschuss für Stadtentwicklung, Klimaschutz und Mobilität auf Antrag der Grünen empfohlen. Der Stadtrat solle dies in seiner nächsten Sitzung am 13. Oktober so beschließen.

Die Aufstellung des Konzeptes, das rund 55 500 Euro kosten wird, aber zu 80 Prozent vom Bund bezuschusst wird, empfahl das Gremium einstimmig. Bei der Fest-Einstellung eines Mobilitätsmanagers, der oder die die Stadt jährlich 65 000 Euro kosten würde, gab es allerdings eine Gegenstimme von Eckhard Ilsemann (FDP). Dieser verwies darauf, dass die Stadt bereits eine Stadtmanagerin und auch eine Klimaschutzmanagerin eingestellt habe. Diese könnten die Aufgaben des Mobilitätsmanagements mit erledigen.

Dem widersprach Bürgermeister Simon Hartmann (SPD). Es müsse jemand sein, der dafür sorge, wie mehr Mobilität in der Stadt natürlich unter Berücksichtigung des Klimaschutzes geschaffen werden kann. Dabei gelte es nicht nur den Stadtbusverkehr zu betrachten, sondern andere Aspekte wie Rad- und Fußgängerverkehr, Fuhrpark, Planung von Wegebeziehungen im Straßenbau zu berücksichtigen. Es gelte auch, die Öffentlichkeit mitzuziehen.

Der FDP-Fraktionschef kritisierte dagegen generell, dass die Stadtverwaltung offenbar einen Ratsbeschluss vom Dezember 2019 nicht umgesetzt habe. In diesem hatte der Stadtrat den Bürgermeister beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für alternative Bedienformen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Auftrag zu geben, als Vorstufe für ein dann nachfolgendes Mobilitätskonzept.

Auf Nachfragen aus dem Ausschuss, ob denn diese Studie mittlerweile existiere oder wann sie fertig werde, konnte der Bürgermeister in der Sitzung keine Auskunft geben. Er werde sich erkundigen, sagte er. Ilsemann: „Wir müssen doch erst einmal wissen, was schon abgearbeitet ist?“

In dem einstimmig empfohlenen Antrag der Grünen zur Aufstellung eines Mobilitätskonzeptes für Northeim sind sechs Problem- oder Zielfelder genannt, die behandelt und für die Ideen ausgearbeitet werden sollen. Es sind:

-  die Zukunft des ÖPNV (Erstellung eines Fahrtenkonzepts, das gemeinsam mit dem Radverkehr bis 2030 mindestens 50 Prozent des Berufsverkehrs abdeckt),

-  die Zukunft des Radverkehrs auch mit Ausweisung von Radfahrstraßen und Kennzeichnung von Radverkehrsflächen,

-  Zukunft des motorisierten Individualverkehrs auch mit neuen Tempo- und Wegeregelungen und Verbesserung des E-Ladestationsnetzes,

-  die Zukunft der Northeimer Fußgängerzone auch mit Blick auf Menschen mit Behinderungen,

-  die Zukunft des Güterverkehrs mit Möglichkeiten, diesen zu reduzieren und

- die Gestaltung von Verkehrsschwerpunkten auch mit Blick auf Optimierungen für Rad und Fußgängerverkehr.

(Axel Gödecke)

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