Rückenleiden für die meisten Ausfälle verantwortlich

Northeim: Krankenstand erreichte 2015 ein Rekord-Hoch

Northeim. Pro Tag waren 2015 im Schnitt 41 von 1000 Beschäftigten arbeitsunfähig.

Der Krankenstand in Niedersachsen erreichte im vergangenen Jahr mit 4,1 Prozent den höchsten Wert seit 16 Jahren. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) hervor. Danach fehlten Frauen häufiger im Job als Männer, sie fielen jedoch für kürzere Zeit aus.

Die Studie zeigt, dass Frauen und Männer anders krank sind: Frauen haben fast zweimal so viele Fehltage wegen Krebserkrankungen, Männer dafür 59 Prozent mehr wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Der höchste Krankenstand seit 16 Jahren mit 4,1 Prozent bedeutet, dass 2015 von 1000 Erwerbstätigen durchschnittlich pro Tag 41 krankgeschrieben waren. Bei den Frauen fehlten im Durchschnitt pro Tag 44 bei der Arbeit, bei Männern waren es 38.

Für die meisten Ausfalltage waren mit 22,5 Prozent die sogenannten Muskel-Skelett-Erkrankungen wie etwa Rückenleiden verantwortlich. Auf Platz zwei folgten die psychischen Erkrankungen mit 17 Prozent. Sie sind im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent gestiegen. Um ein Viertel gestiegen sind die Fehlzeiten wegen Atemwegserkrankungen. Sie belegten mit einem Anteil von 15 Prozent den dritten Platz.

Im Landkreis Northeim gibt es ähnliche Tendenzen. Wie Julian Bartels von der AOK - Die Gesundheitskasse auf HNA-Anfrage mitteilt, lag der Krankenstand bei 5,9 Prozent (Bundesdurchschnitt 5,2). „Pro Fall lag die Krankheitsdauer bei 12,3 Tage.“ Die Hauptursache für den Anstieg sieht die AOK in der Erkältungswelle im ersten Quartal des vergangenen Jahres.

Fast 60 Prozent meldeten sich mehrmals pro Jahr krank. Auf 100 Versicherte in Betrieben im Landkreis kamen 176,2 Arbeitsunfähigkeitsmeldungen, das entspricht 21,7 Arbeitsunfähigkeitstagen.

Die Krankheitsarten mit den höchsten Ausfallquoten waren Atemwege mit 22,3 Prozent, Muskel/Skelett (16), Verdauung (10,1) und Verletzungen mit (7,7).

Rubriklistenbild: © dpa

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