2014 deutlich über Landes- und Bundeswert

Krankheitstage: Kreis Northeim lag weit vorn

Northeim. Im Landkreis Northeim fehlen die Arbeitnehmer wegen Krankheit deutlich öfter als in vielen anderen niedersächsischen Regionen. Das geht aus dem Gesundheitsreport 2015 der Krankenkasse Barmer GEK hervor.

Laut der Analyse, die sich auf krankheitsbedingte Fehlzeiten der 11 000 Barmer-Versicherten im Landkreis stützt, waren die Arbeitnehmer 2014 im Durchschnitt 18 Tage krankgeschrieben. Das war zwar gegenüber dem Vorjahr (19,4 Tage) rückläufig, ist aber immer noch deutlich höher als der Landesdurchschnitt von 16,9 Tagen.

Auch im Vergleich zum Bund schneidet der Landkreis Northeim, was die Dauer der Arbeitsunfähigkeitsmeldung (AU) angeht, nicht gerade günstig ab. Deutschlandweit waren die Arbeitnehmer 2014 im statistischen Mittel nur 17,1 Tage krankgeschrieben (2013: 17,2).

In Niedersachsen reicht die Spannbreite der Fehlzeiten von 13,7 Tagen im Landkreis Vechta bis hin zu 20,5 Tagen im Landkreis Uelzen. Der Kreis Northeim belegt unter den 45 Landkreisen Platz 14.

Vor allem Krankheiten des Muskel-Skelettsystems sorgten für lange Abwesenheiten vom Arbeitsplatz, sagt Michael Erdmann, Landes-Pressesprecher der Barmer. „Das ist das, was wir unter Rücken kennen.“ Hier lag der Kreis Northeim 11,8 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, insgesamt kamen 4,5 AU-Tage zusammen.

Krankheiten des Atmungssystems (grippale Infekte) wurden laut der Barmer-Analyse 9,2 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt diagnostiziert, insgesamt kamen mit dieser Diagnose 2,3 AU-Tage zusammen. Psychische Störungen gab es 2,6 Prozent mehr als im Bund, was insgesamt 3,2 AU-Tagen je erwerbstätigem Versicherten entspricht.

Warum die Northeimer Arbeitsnehmer häufiger krank sind, als der durchschnittliche Niedersachse, darüber kann Erdmann nur spekulieren. „Hat ein Kreis beispielsweise eine ältere Bevölkerungsstruktur, dann schlägt sich dass in den Fehlzeiten der Arbeitnehmer nieder.“

Rubriklistenbild: © dpa

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