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Kreis-Sparkasse Northeim legt trotz Corona deutlich zu

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Von: Axel Gödecke

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Der KSN-Vorstand mit Vorsitzender Ute Assmann und Bernd Sommer.
Der Vorstand der Kreis-Sparkasse Northeim mit Vorsitzender Ute Assmann und Bernd Sommer. © Lydia Bönisch / KSN / nh

Die Kreis-Sparkasse Northeim (KSN) zieht trotz der anhaltenden Corona-Belastungen eine positive Bilanz über das Geschäftsjahr 2021.

Northeim - Die KSN habe ihren Wachstumskurs sogar weiter fortsetzen können, heißt es in einer Mitteilung des Instituts. Die Bilanzsumme stieg um 13,3 Prozent oder 210 Millionen Euro auf 1,78 Milliarden Euro.

Treiber des Wachstums waren laut Vorstandsvorsitzende Ute Assmann vorrangig die Kundeneinlagen. Aber auch das Wohnungsbaukreditgeschäft und die Kredite an Firmen und Selbstständige hätten trotz verschobener Investitionsentscheidungen und Kredittilgungen zulegen können. Hier habe es einen Zuwachs von 38 Millionen oder 3,3 Prozent auf etwa 1,2 Milliarden Euro gegeben.

Günstige Finanzierungsbedingungen und die trotz Corona weiter laufende Konjunktur hätten die Nachfrage nach Baufinanzierungen angetrieben. Und so habe sich der Gesamtbestand an Wohnungsbaudarlehen bei der KSN in 2021 um 8,3 Prozent auf fast 323 Millionen Euro erhöht. „Den Schwerpunkt bildete der Erwerb Ein- und Zweifamilienhäusern aus dem Bestand unseres Immobilien-Zentrums“, informiert KSN-Vorstand Bernd Sommer.

Bei den Neubauten seien die Angebote im Areal „An den Sturmbäumen“ sowie die aktuellen Bauvorhaben in Hardegsen und Nörten besonders nachgefragt.

Besonders erfreulich bei den Kundeneinlagen sei die Entwicklung im Wertpapiergeschäft, so Assmann weiter. Die Wertpapieranlagen seien um 77 Millionen auf über 393 Millionen Euro gestiegen. 2400 neue Wertpapiersparpläne habe es gegeben. „Insgesamt verwalten wir für unsere rund 58 000 Kunden ein Geldvermögen von fast 1,8 Milliarden Euro“, fasst die Vorstandschefin zusammen.

Wegen der Niedrigzinsphase sei das Betriebsergebnis der KSN allerdings erwartungsgemäß im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Es habe aber mit 13,7 Millionen Euro erneut deutlich über dem Durchschnitt aller niedersächsischen Sparkassen gelegen. „Wir stemmen uns vehement gegen die Ertragsrückgänge, die das Niedrigzinsniveau mit sich bringt“, so Assmann.

Der Bilanzgewinn liege wie im Vorjahr bei rund 1,3 Mio. Euro und erhöhe das Eigenkapital auf 184 Millionen Euro, heißt es vom Vorstand. Damit zähle die KSN zu den eigenkapitalstarken Sparkassen in Niedersachsen.

Nicht verschwiegen wird von den Vorstandsmitgliedern, dass man 2021 die Servicezeiten in den Geschäfts- und Zweigstellen reduziert habe. Es gelte aber, die Mitarbeiterressourcen entsprechend der Nachfrage einzusetzen.

Dies sei eine Reaktion auf die vermehrte Nutzung digitaler und mobiler Services über die Internetfiliale oder die KSN-App sowie das mobile Bezahlen. Assmann: „Zwei von drei Kunden sind mittlerweile bei Serviceleistungen in der KSN-Internetfiliale unterwegs.

Die Anrufe in unserem Kunden-Service-Center haben sich in den letzten zwei Jahren verdoppelt. In der Spitze haben wir 800 Kundentelefonate am Tag.“ 2017 habe das Service-Center fünf Mitarbeiter gehabt, heute seien es 20.

Das Wachstum der KSN komme laut Assmann auch der Region zugute, durch Steuerzahlungen und Projektförderungen. So werde die KSN an den Fiskus wie im Vorjahr rund 3,3 Millionen Euro Ertragssteuern überweisen, darunter 1,5 Millionen Euro an Gewerbesteuern.

Bernd Sommer: „Gerade in der Pandemie ist es uns wichtig, Bildungs- und Sozialprojekte, Sport und Kultur zu unterstützen. Als Sparkasse und über unsere drei Stiftungen haben wir 2021 über 500 000 Euro als Spenden und Sponsoring für Vereine, Initiativen und Projekte bereitgestellt.“

Gefördert worden seien unter anderem Bildungsprojekte in Schulen, das neue DLRG-Boot am Freizeitsee, die Schwimmausbildung im Uslarer Badeland, neue Uniformen für den Schüttenhoff Nörten oder eine digitale Orgel für die Kreiskantorei. 

Die KSN auf einen Blick

Geschäftszahlen der Kreis-Sparkasse Northeim 2021 auf einen Blick: Bilanzsumme 1,78 Milliarden Euro (+13,3 Prozent gegenüber Vorjahr), Betriebsergebnis 14,1 Millionen Euro (-2,8 Prozent), Bilanzgewinn 1,3 Millionen Euro (konstant), wirtschaftliches Eigenkapital 184 Millionen Euro (+3,3 Prozent), Kundeneinlagen 1,39 Milliarden Euro (+16,7 Prozent), Kunden 58 000 (konstant), Mitarbeiter 289, darunter 18 Auszubildende. (Axel Gödecke)

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