Sanierung oder Neubau steht im Raum

Zukunft des Kreishauses in Northeim steht auf der Kippe

Das Kreishaus am westlichen Rand der Northeimer Innenstadt.
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Das Kreishaus am westlichen Rand der Northeimer Innenstadt.

Der Kreisausschuss hat am Montag die Entscheidung über eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung vertagt, ob ein Neubau oder eine Sanierung des Northeimer Kreishauses günstiger ist.

Im Frühjahr soll in den Kreisgremien erneut darüber beraten werden. Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung soll 80.000 Euro kosten. 

Sie soll eine Empfehlung enthalten, ob ein möglicher Neubau vom Landkreis selbst finanziert werden oder im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft von einem Investor gebaut und für eine festgelegten Zeitraum an den Kreis vermietet werden sollte.

„Wir sind vor derart hohen Investitionen - und wir reden immerhin von beinahe 30 Mio. Euro - per Gesetz dazu verpflichtet, Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit anzustellen“, sagte der Erste Kreisrat Jörg Richert zur Begründung. Von einem möglichen Abriss des Kreisverwaltungsgebäudes könne aber überhaupt keine Rede sein. 

Die größten Posten der Sanierung in der Übersicht

Laut Beschlussvorlage gibt es in den nächsten zehn Jahren im Kreishaus einen Sanierungsbedarf von 24,7 Millionen Euro. Die größten Posten sind:

  • die Fassaden- und Fenstersanierung (15 Mio. Euro),
  • die (von der Stadt Northeim als Baugenehmigungsbehörde schon mehrfach angemahnte) Brandschutzsanierung (3 Mio. Euro),
  • die Sanierung der WCs (1,4 Mio. Euro) und
  • die Sanierung des Sitzungssaals (1,2 Mio Euro).

Für die übrigen Gebäude, nämlich

  • die Kreisbildstelle, Medenheimer Straße 15/17,
  • den Fachbereich Gesundheitsdienst, Wolfshof 10,
  • den Fachbereich Straßenverkehr, Von-Menzel-Straße 7 und
  • das Multifunktionsgebäude, Wallstraße, 40

kalkuliert die Kreisverwaltung für den gleichen Zeitraum Sanierungskosten von 4,6 Millionen Euro.

Als weitere Argumente gegen eine Sanierung des Kreishauses führt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD) in der Vorlage an, dass das achtstöckige Kreishaus funktionale Mängel habe, die sich nicht beseitigen ließen. 

Die Besprechungsräume seien nicht zeitgemäß und der Sitzungssaal im ersten Stock nicht barrierefrei erreichbar. Keine Angaben werden zu möglichen Standorten für ein neues Kreishaus gemacht.   

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel

Landkreis verfügt über 19 000 Quadratmeter Nutzfläche

Die Kreisverwaltungsgebäude in Northeim haben zusammen rund 19 200 Quadratmeter Nutzfläche: 

  • Das Kreishaus (mit dem Anbau aus dem Jahr 1991) hat 11.300 Quadratmeter.
  • Die Kreisbildstelle mit Medienzentrum verfügt über 1360 Quadratmeter.
  • Das Gebäude der Gesundheitsdienste, Wolfshof 10, hat 1100 Quadratmeter.
  • Das Multifunktionszentrum, Wallstraße 40, bietet 4570 Quadratmeter Nutzfläche.
  • Und das Straßenverkehrsamt, Von-Menzel-Straße 7 hat 850 Quadratmeter.

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