Aus der Kreisstadt nach Indien: ehemaliger Northeimer Pfarrer Chinnabathini zum Bischof geweiht

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Ein feierlicher Akt: Bischof Bhagyaiah Chinnabathini (rechts) bei einer Kutschfahrt mit Nuntius Salvatore Pennacchio. 

Northeim/Lindau. Bhagyaiah Chinnabathini wurde am Fest der Geburt Mariens im Bistum Guntur in Indien zum Bischof geweiht.

Das teilte Northeims katholischer Pfarrer Franz Kurth mit. Chinnabathini war einst in der Kreisstadt tätig.

Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1983 war der indische Geistliche nach Kurths Angaben zunächst als Seelsorger in verschiedenen Pfarreien seines Heimatbistums Nalgonda im Bundesstaat Andrah Pradresh eingesetzt, zeitweise in Großbritannien. Vorausgegangen war ein Studium der Theologie, Literatur und Erziehungswissenschaft in Hyderabad und Chennai in Indien.

Von 1994 bis 1995 wirkte er als Kaplan in Herford, zeitgleich wurde er in Köln auf sein Amt als Diözesanpräses des Kolpingwerkes seines Heimatbistums vorbereitet.

Zurück in die Heimat

2004 kam Pfarrer Bhagyaiah Chinnabathini als Aushilfe nach Northeim und bewarb sich um eine zeitlich begrenzte Anstellung im Bistum Hildesheim. So wurde er im Frühjahr 2005 Pfarrer in Veltheim, 2006 wechselte er nach Bilshausen, um die dortige Vakanzzeit zusammen mit Dechant Franz Kurth aus Northeim zu überbrücken. Dort war er auch für die katholische Kirchengemeinde Lindau zuständig.

Im Herbst 2007 schließlich ging Pfarrer Bhagyaiah Chinnabathini nach St. Marien in Hannover, von wo er im Sommer 2011 wieder nach Indien in sein Heimatbistum zurückkehrte und als Gemeindepfarrer wirkte. Der heute 59-Jährige blieb dem Bistum Hildesheim verbunden, indem er bis 2015 jährlich Urlaubsvertretungen in Northeim und Einbeck übernahm.

Im Juni 2016 ernannte ihn Papst Franziskus zum neuen Bischof des südostindischen Bistums Guntur mit rund 220.000 Gläubigen in 84 Pfarreien. Zu seiner Bischofsweihe waren auch Freunde aus Veltheim, Hannover und Northeim bis nach Indien gereist. 

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