Geld für dringende Investitionen

Kreistag: Bürgerspital erhält eine Million Euro

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Das Einbecker Bürgerspital.

Northeim. Das Einbecker Bürgerspital wird vom Landkreis Northeim mit einer Million Euro unterstützt. Das Geld ist für dringende Investitionen vorgesehen.

Der Kreistag beschloss den Zuschuss einstimmig in seiner Sitzung am Freitag. Erster Kreisrat Dr. Hartmut Heuer sagte, wenn die letzten Formalien geklärt seien, könne das Geld noch in diesem Monat ausgezahlt werden.

Uwe Schwarz (SPD) begrüßte den Zuschuss, merkte aber an, dass Krankenhaus sei „noch nicht endgültig über den Berg: Der größte Brocken mit der Grundrenovierung des Hauses muss noch gestemmt werden.“ Die Bindung der Einbecker zu ihrem Krankenhaus nannte er ein Riesenpfund. Die Zukunft des Hauses schätzt er positiv ein. „Alle drei Krankenhäuser im Landkreis können wunderbar arbeiten.“ Er sei überzeugt, dass die vom Bund angestrebte Strukturbereinigung in der Krankenhaus-Landschaft im Landkreis nicht notwendig ist.

Einen „Meilenstein für ein funktionierendes Haus in Bürgerhänden“, nannte Dirk Ebrecht (CDU) den Zuschuss. Damit könnten dringende Investitionen getätigt werden. Dazu zählen unter anderem die Erneuerung eines Computertomographen (200.000 Euro) sowie die Anschaffungen eines neuer Operationstisch (100.000 Euro), eines Arthroskopieturms (80.000 Euro) und einer Bandspülmaschine (70.000 Euro) für die Küche.

Christian Grascha (FDP) nannte den Zuschuss einen wichtigen Baustein zur Sicherung des Hauses. Es werde ein Haus unterstützt, mit dessen bürgernahen Dienstleitungen sich der Landkreis schmücken könne“, sagt Marc Hainski (GfE).

Das Bürgerspital ist inzwischen bundesweit bekannt. Nach der Pleite des Hauses hatten Bürger Einbecks, die Stadt und die Mitarbeiter es in einer konzertierten Aktion gerettet und es zu einer einzigartigen Einrichtung in Deutschland umgestaltet. Sie ist nicht auf maximalen Profit ausgerichtet sondern auf Gemeinnützigkeit. Das Haus beschäftigt 300 Mitarbeiter. (zhp)

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