Krippe am Südstadt-Kindergarten erst im April fertig

+
Immer noch in Bau: Der Anbau am Sixti-Kindergarten in der Northeimer Südstadt, in dem die Krippengruppe Einzug halten soll.

Northeim. Eigentlich hätte Krippenanbau am Kindergarten St. Sixti II schon im Herbst fertig sein sollen – voraussichtlich werden die Außenarbeiten aber erst im April abgeschlossen.

Das teilte die Northeimer Stadtverwaltung in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Schule, Bildung und Kultur mit und reagierte damit auf eine Anfrage der Ratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen vom 5. Januar dieses Jahres. Als einen Grund für die Verzögerung der Bauarbeiten an dem Neubau, in dem bereits Kinder betreut werden, führt die Verwaltung Probleme mit der Bodenentsorgung an. Zunächst habe keine Deponie den beprobten Bodenaushub zu normalen Konditionen annehmen wollen, teilte Baurätin Tanja Mehls in der Sitzung mit. Z

u den Gründen wollte sie auf Nachfrage von Jörg Seraphin (Grüne) allerdings keine näheren Angaben machen. Weitere Bodenproben hätten in jedem Fall dazu geführt, dass der Aushub schließlich zu normalen Konditionen entsorgt werden konnte. Auf HNA-Anfrage bestätigte Mehls am Freitag noch einmal, dass keinesfalls eine Schadstoffbelastung bei der ersten Bodenprobe vorgelegen habe. Zu Einzelheiten wollte Sie keine Angaben machen und verwies darauf, dass diese in den nächsten Tagen im Ratsinformationssystem der Stadt Northeim ausführlich erläutert werden. Als weitere Gründe für die Nichteinhaltung des ursprünglichen Zeitplans nannte die Baurätin in der Ausschusssitzung Baumfällarbeiten an der Teichstraße. Insgesamt seien dadurch die Rohbauarbeiten um vier Wochen verzögert worden, sodass die Putz- und Estricharbeiten in die „nasse Jahreszeit“ gefallen seien.

Die Verantwortung für die Verzögerungen trägt laut Verwaltung die Hochbauabteilung im Northeimer Rathaus. Diese habe die Architektenleistung für den Neubau selbst erbracht und dadurch Geld eingespart, heißt es hierzu in der Stellungnahme der Stadt Northeim. Dieses führe aber angesichts der personellen Ausstattung bei zusätzlich auftretenden Problemen wie zum Beispiel dem Brand der Mehrzweckhalle Höckelheim oder Schäden an der Stadthalle „mitunter zu längeren Bearbeitungszeiten.“ Keine Zusatzkosten Zusatzkosten sind aus Sicht der Verwaltung durch die Verzögerung der Bauarbeiten nicht entstanden. Die Kosten für den Anbau, in dem schonetragen 435.000 Euro. Der Eigenanteil der Stadt Northeim beträgt 240.000 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.