Dr. Roy Kühne möchte für die CDU in den Bundestag einziehen

Doppelter Kandidat: Dr. Roy Kühne ist bis zur Bundestagswahl am 22. September mit einem knall-orangefarbenen Bus, beklebt mit seinem Konterfei, unterwegs. Foto:  Plikat

Northeim. Familienleben bei Familie Kühne in Northeim: Sohn Jonas (14) hatte seinen ersten Tag Schulpraktikum bei der Northeimer Polizei, die achtjährige Marit kommt aus der Schule und muss ihrem Vater erstmal das Neueste erzählen.

Kurzes Gewusel im Hausflur, dann trifft noch Ehefrau Claudia Kühne ein. Auch sie begrüßt ihren Mann Roy liebevoll. „Meine Familie ist mir das Wichtigste“, sagt der 45-jährige Dr. Roy Kühne.

Der Rückhalt seiner Familie lässt ihn wohl auch den aktuell stressigen Wahlkampf durchhalten: Kühne will bei der Wahl am 22. September für die CDU in den Bundestag einziehen.

Doch bis dahin war, ist und bleibt es ein harter Weg: Tägliche Termine nicht nur im Landkreis Northeim stehen auf dem Programm, auch in den Kreisen Osterode und Goslar zeigt der 45-Jährige Gesicht. Und das nicht nur auf Wahlplakaten, sondern bei unzähligen Veranstaltungen. Roy Kühne will mit Menschen reden, sie kennenlernen, zuhören.

So ist der Unterschied zwischen der Tätigkeit in seinem Gesundheitszentrum am Münsterplatz oder der Dependance im Ärztehaus am Krankenhaus nicht sonderlich groß. Dieser Kontakt zu seinen Patienten hat ihn schlussendlich dazu gebracht, bei der großen Politik in Berlin mitmischen zu wollen: „Ich möchte ein kleines Stellrädchen sein in der Gesundheitspolitik. Weil mich die momentane Situation aus Sicht des Patienten sehr ärgert“, sagt der Physiotherapeut, der einen Doktortitel in Geisteswissenschaften hat, zu den Beweggründen seiner Kandidatur. An die Politik herangeführt wurde er eigentlich von seinem Vater, der im Land Brandenburg kommunalpolitisch sehr engagiert war. „Wenn du meckerst, dann musst du auch bereit sein, etwas zu tun“: Dieser Satz seines Vaters, sagt Roy Kühne, habe ihn geprägt.

Und warum hat er sich gerade für die CDU entschieden? Kühne muss kurz nachdenken, klingt aber überzeugt, wenn er sagt: „Die CDU sucht nach realistischen und bezahlbaren Lösungsansätzen, um die vielen aktuellen Probleme, die uns alle betreffen, zu beseitigen“.

Kühnes wichtigstes Thema überhaupt ist und bleibt das Thema Gesundheit: Das sollen auch die großen Wahlplakate zeigen, auf denen er mit einer großen Schale voller Obst und Gemüse zu sehen ist.

Ein Schelm, wer angesichts des Motivs denkt, Kühne würde damit den viel diskutierten Veggie-Day der Grünen unterstützen. „Auf keinen Fall“, lacht er, „das Motiv zeigt einfach genau das, für das ich stehe. Gesundheit. Unser absolut höchstes Gut“. Außerdem habe es das Motiv bereits gegeben, bevor es die Veggie-Day-Diskussion der Grünen gab.

Über das Thema Gesundheit und vor allem die Gesundheitspolitik in Deutschland spricht Kühne häufig und ausgiebig mit seinen Patienten, denen es eben gesundheitlich nicht so gut geht. „Weil ich diese Sorgen und Nöte hautnah höre und miterlebe, musste ich die Chance einfach ergreifen. Ich will etwas verändern, damit es den Menschen besser geht. Punkt“.

Die Zeit ist rum, Kühne muss zum nächsten Termin. Vier Mal hat sein Mobiltelefon geklingelt, Kühne hat drei Tassen Kaffee getrunken und nicht gerade wenig vielleicht nicht ganz so gesunde Schokokekse gegessen. „Reine Nervennahrung!“

Von Kathrin Plikat

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