Künftig eine Pflegeschule für drei Kliniken

Neubeginn und Abschied in der Helios-Klinik Northeim: (, von links) Stefan Knorr, Manuel Herburger, Dr. Winfried Schratz und Dr. Jens Kuhlgatz. Foto: Niesen

Northeim. Helios konzentriert die Pflegeausbildung künftig in Osterode. Das hat Klinikgeschäftsführer Stefan Knorr auf dem Neujahrsempfang der Northeimer Klinik angekündigt.

Vom 21. März an werden die Pflegeschüler aus den Krankenhäusern in Bad Gandersheim, Herzberg und Northeim in einem nicht mehr genutzten Bereich der Röddenberg Realschule in Osterode zentralisiert. 58 kommen aus Herzberg, 20 aus Bad Gandersheim und 39 aus Northeim. Die praktische Ausbildung erfolgt weiter in den Stammhäusern.

Umgestellt wird von April an die Speisenversorgung. Die Northeimer Verteiler-Küche, die die Mahlzeiten tiefgefroren erhält und aufbereitet, versorgt von diesem Termin an auch die Kliniken in Bad Gandersheim und Herzberg. Knorr: „Patienten profitieren von einer größeren Auswahl und schonenderen Zubereitung.“ Der Zahl der Mitarbeiter wird infolgedessen von 14 auf 25 anwachsen, die täglich für 590 Mahlzeiten verantwortlich sind.

Mehr Betten

Mit Blick auf das vergangene Jahr sagte der Klinikleiter, die Zahl der Betten sei seit dem Einzug in die neue Klinik 2014 von 250 auf 300 Betten gewachsen, die Zahl der stationären Patienten von 11 736 auf 13.651. Knapp 20.000 Patienten wurden in der Zentralen Notaufnahme versorgt.

Das Haus beschäftigte im vergangenen Jahr 543 Mitarbeiter, zuvor waren es 495. Als besondere Leistung gewährt es Nichtrauchern einen zusätzlichen Urlaubstag.

Als neuen Pflegedienstleiter wurde Manuel Herburger vorgestellt. Er kommt aus der Helios-Klinik in Bad Salzdetfurth (Kreis Hildesheim), wo er in derselben Funktion tätig war.

Verabschiedet wurde vor über 100 Gästen der langjährige Chefarzt Dr. Winfried Schratz. „Dr. Schratz hat 15 Jahre lang die Fachbereich Unfallchirurgie und Orthopädie geleitet. Er hat viele neue Verfahren etabliert und zu neuer Qualität geführt“, sagte der Ärztliche Direktor der Klinik, Dr. Jens Kuhlgatz. Schratz bleibt dem Haus aber als Arzt erhalten und wird weiter Patienten stationär behandeln.

Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) erinnerte daran, dass das Land den Neubau der Klinik mit rund 26 Millionen Euro bezuschusst hat.

Kritisch merkte sie an, dass auf Grund des gestiegenen wirtschaftlichen Drucks auf die Krankenhäuser auch der auf die Mitarbeiter gestiegen sei. Sie bezeichnete ihn als „Arbeitsverdichtung“.

Zur Umstellung der Vergütung auf eine qualitätsorientierte Basis sagte sie, Problem sei, dass noch klare Indikatoren erarbeitet werden müssten, nach der Qualität bemessen werden könne. 

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