Kunst-Festival wirbt fürs Fachwerk-Fünfeck

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Planen das Festival: Bernd Demandt (von links), Juliane Hofmann, Anna Laura Ulrichs, Patricia M. Kenar und Hans-Erich Tannhäuser

Northeim. Aufbruchstimmung im Fachwerk-Fünfeck Northeim, Hann. Münden, Einbeck, Duderstadt und Osterode: Mit dem Fachwerk-Festival „Denkmal!KunstKunstDenkmal!“ sollen die historischen Innenstädte mit neuem Leben gefüllt, Leerstände beseitigt und eine neue Identifikation mit dem Erbe erreicht werden.

„Wir nehmen das Angebot an. Wir schaffen das“, sagte Northeims Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser bei der Auftaktveranstaltung vor knapp 100 Gästen in der Alten Brauerei in Northeim.

Mit dem Festival greift das Fachwerk-Fünfeck eine überaus erfolgreiche Idee aus Hann. Münden auf, die in den vergangenen neun Jahren dazu geführt hat, dass es in der Innenstadt zwischen Werra, Fulda und Weser keine Leerstände mehr gibt und der Erhalt von Fachwerkbauten zu einer Bürgerbewegung mit überregionaler Ausstrahlung geworden ist, sagte der Fachwerkaktivist und Motor des Engagements, Bernd Demandt.

Von dieser Begeisterung ließen sich nicht nur zahlreiche Bürger anstecken, sondern inzwischen sogar eine amerikanische Familie. Als sie sich entschloss, von Shanghai nach Deutschland zu ziehen, hatte sie die Wahl zwischen Hamburg und Hann. Münden. Sie entschied sich für die Dreiflüssestadt und sanierte dort ein Fachwerkhaus, in dem sie inzwischen lebt.

Getragen wird das Engagement von Vereinen und anderen Zusammenschlüssen, so vom Mündener Kunstnetz, dem Förderverein Mündener Altstadt, einem Fachwerk-Stammtisch und einem Netzwerk.

Außerdem hat sich eine Bürgergenossenschaft gegründet, die inzwischen ein Fachwerkhaus saniert und nun das nächste Projekt im Auge hat. Demandt: „Für einen Anteil von 100 Euro können Sie Mitbesitzer eines Fachwerkhauses werden.“

Das im kommenden Jahr geplanten Kunst- und Fachwerk-Festival soll zwischen dem 29. September und 8. Oktober 2017 in Form einer Denkmalkunst-Meile stattfinden: In jeder der fünf Städte werden 20 Denkmäler zwischen 11 und 18 Uhr von Künstlern als Galerie und Atelier genutzt. Von 19 Uhr an folgen dann musikalische und kabarettistische Veranstaltungen, Theateracts sowie Fachbeiträge zum Thema Denkmalpflege und Fachwerke und vieles mehr. Dabei sollen alle Vereine, Verbände, Handel und Gewerbe, Gastronomie und andere eingebunden werden, die Interesse am Fachwerk haben.

Beim letzten Fest dieser Art in Hann. Münden gab es 6000 Besucher, 3000 davon lösten Dauerkarten, sagte Demandt.

Mit so genannten „Butterfahrten“ laden die Fachwerkstädte im ersten Schritt in laufenden Jahr ein, sie besser kennen zu lernen: Hann. Münden am 30. April, Osterode am 4. Juni, Northeim am 13. August, Einbeck am 10. September und Duderstadt am 22. Oktober. Als besonders attraktiven Denkmalort für das Festival in Northeim bezeichnete Demandt die Katakomben der Alten Brauerei, die früher als Bierlager dienten und die heute leer stehen.

Ansprechpartner und Vorbereiter des Festivals:

• Das Fachwerk-Fünfeck mit Anna Laura Ulrichs und Juliane Hofmann, Tel. 05551/966-370 und -371, E-Mail: ulrichs@northeim.de und hofmann@northeim.de;

• Klaus Hoheisel, 2. Vorsitzender der Initiative Kunst & Kultur in Northeim für Musik + Co, Tel. 05551/63193, E-Mail: info@kunst-kultur-northeim.de;

• Die Fachwerkaktivisten Bernd Demandt, Tel. 0173/8513537, E-Mail: denkmalaktivisten@gmail.com sowie Patricia M. Kenar, Tel. 0157/37545648.

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