Stimmung im Corona-Lockdown ist unterschiedlich

Northeimer Einzelhandel hofft auf Hilfe der Kunden

Kopfsteinpflaster Fußgängerzone Northeim
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Die Einzelhändler in der Northeimer Fußgängerzone haben Angst vor einer erneuten Schließung wegen Corona.

Wegen der Corona-Beschränkungen verzichten aktuell zahlreiche potenzielle Kunden auf einen Einkaufsbummel.

Obwohl die Geschäfte weiter öffnen dürfen, verirren sich derzeit nur wenige Menschen in die meisten Einzelhandels-Geschäfte auch im Landkreis Northeim.

„Nach dem Aufruf von Bundeskanzlerin Merkel, möglichst Zuhause zu bleiben, kamen immer weniger Menschen. Mit dem neuen Lockdown kommt kaum noch jemand“, heißt es in einem Geschäft in der Northeimer Innenstadt.

Seinen Namen will der Geschäftsmann nicht in der Zeitung lesen, er möchte keine „Negativ-Werbung“ machen. Obwohl inzwischen alle Mitarbeiter wieder in Kurzarbeit sind, vergesse er natürlich nicht, warum die Corona-Maßnahmen vorgeschrieben wurden: „Es geht um die Gesundheit von uns allen“.

Trotzdem bittet er darum, den Einzelhandel durch Einkäufe zu unterstützten: „Bei uns ist alles sicher, wir haben gut funktionierende Hygienekonzepte.“

„Das Allerschlimmste“ wäre aus seiner Sicht eine erneute Schließung des Einzelhandels wie im Frühjahr. Denn wenn auch das Weihnachtsgeschäft ausfallen würde, wäre das für viele Geschäfte „der Untergang“.

Eine Schließung des Einzelhandels vor dem Weihnachtsfest wäre auch aus Sicht von Michael Heise, Eigentümer des Juweliergeschäfts Vollbrecht in der Northeimer Fußgängerzone, fatal.

„Ich befürchte aber, dass wir irgendwann wieder zumachen müssen, wenn die Infektionszahlen weiter steigen“, so Heise. „Corona zum Trotz“ habe er aber trotzdem in sein Geschäft investiert. „Es muss ja weitergehen“, so Heise.

Von großen Umsatzeinbrüchen will er nicht sprechen: „Es ist zwar ruhiger, aber trotzdem haben wir noch viel zu tun. Trauringe gehen sehr gut, auch unser Reparaturservice ist sehr gut ausgelastet. Vom Lockdown merke ich bislang noch nichts“, gibt er sich optimistisch. Egal, was passiert: Heise hat jetzt neben seinem Geschäft an der Breiten Straße einen leer stehenden Laden gemietet, um auch dort für eine schöne, weihnachtliche Dekoration zu sorgen. (kat)

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