Unterstützung benötigt

Eine-Welt-Laden in der Northeimer Innenstadt sucht Helfer

Korbwaren und Tücher im Sortiment des Eine-Welt-Ladens in Northeim: Volker Lemke und Ingrid Peters verkaufen fair gehandelte Produkte. Foto: Schürgels

Northeim. Dem Eine-Welt-Laden in der Northeimer Innenstadt fehlen Mitarbeiter, vor allem an Nachmittagen. Bislang helfen zehn Freiwillige, das reicht aber bei Weitem nicht.

Die freiwilligen Helfer sorgen dafür, dass das Geschäft von morgens bis abends offen gehalten werden kann. Doch Volker Lemke, verantwortlich für das Geschäft, wünscht sich Entlastung und neue Freiwillige, die das Team unterstützten möchten. Produkte aus fairer Herstellung zu einem Preis, von dem auch die Produzenten leben können: Das ist die Motivation des Eine-Welt-Ladens in der Northeimer Innenstadt. So gibt es Schmuck, Tücher, Korbwaren und Lebensmittel im Sortiment, die nachweislich fair hergestellt worden sind. Der Laden arbeitet mit großen Fairtrade-Organisationen zusammen, die die Produkte aus Afrika und Südamerika beziehen.

„Ein Drittel des Verkaufspreises geht an den Produzenten, ein Drittel behält die Organisation und ein Drittel behält der Laden“, sagt Volker Lemke, der verantwortlich für den Laden ist.

Die Preise werden von den Produzenten festgelegt. „Am Ende bleibt genug übrig, damit die laufenden Kosten gedeckt sind“, fügt er hinzu. Gewinne werden in neue Waren investiert oder gespendet. Träger des Ladens ist die St.-Sixti-Kirchengemeinde in Northeim.

Volker Lemke blickt positiv zurück auf die vergangenen Jahre, allerdings zeigt der Trend in eine andere Richtung. „In den letzten sieben Jahren seit dem Umzug ist der Umsatz zwar insgesamt um 50 Prozent gestiegen, aber auch wir merken, dass in letzter Zeit die Umsätze leicht zurückgehen“, sagt Lemke, der die vielen Leerstände in der Northeimer Innenstadt als eine Ursache sieht.

Die fehlende Laufkundschaft trägt zum Umsatzrückgang bei. „Außer den Stammkunden fährt niemand nur zu uns. Es muss eine neue Vielfalt in die Innenstadt“, sagt er. „Die Zukunft des Ladens hängt von der Entwicklung der Innenstadt ab“, fügt Lemke hinzu.

Für die Mitarbeiter steht die Motivation, etwas Gutes zu tun an erster Stelle. Sie arbeiten ehrenamtlich in dem Laden.

Die Idee, fair gehandelte Produkte anzubieten, kam im Jahr 1982. Einen Laden gab es zunächst noch nicht. Ende der 1980er-Jahre wurden in der Teichstraße Geschäftsräume bezogen. Zwei- bis dreimal die Woche war der Laden in der Anfangszeit geöffnet.

Im Februar 1999 öffnete das Geschäft dann in der Breiten Straße.

Seit August 2006 betreibt der Eine-Welt-Laden seine Räume am Markt 19 und hat täglich außer sonntags geöffnet.

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