Vorstoß der Stadt

Behörde prüft Lärmschutz an der A7 bei Northeim

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Badefreuden mit viel Lärm inklusive: Die Badezone am Nordufer des Northeimer Freizeitsees liegt direkt unterhalb der Autobahn. Die Brücke (Bild) wird in Kürze noch um zwei Fahrspuren erweitert.

Northeim. Die Stadt Northeim setzt sich weiter für die Installierung von Lärmschutz-Mauern entlang der Autobahn 7 bei Northeim ein. 

Geschützt werden sollen sowohl der Bereich des Freizeitsees mit Badezone und den anderen Freizeiteinrichtungen als auch das neue Helios-Krankenhaus am Sultmer.

Mit der Ablehnung seitens der Landesregierung von 2015 wolle er sich nicht zufrieden geben, sagte Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser. In der jüngsten Sitzung der Kiessee-Kommission habe er das Thema noch einmal angesprochen.

Dabei habe der Vertreter des Konsortiums Via Niedersachsen, das für den Bund die Autobahnerweiterung baut und den Abschnitt auf 30 Jahre betreibt, versichert, dass die Errichtung von Lärmschutzwänden technisch kein Problem darstelle, die Kosten lägen bei 4000 Euro pro Meter.

Tannhäuser: „Darauf habe ich die Landesstraßenbaubehörde angeschrieben, die Maßnahme neu zu überdenken.“ Die Längen der benötigten Wände lägen bei 560 Metern am Badesee und 400 Metern im Bereich der Klinik. Insgesamt würde es sich um eine Investition von vier Millionen Euro handeln. Der Bürgermeister: „Hochgerechnet auf eine Haltbarkeit von 40 Jahren, ist das doch ein bescheidener Betrag.“

Heiko Töpfer, Projektleiter bei Via Niedersachsen, bestätigt die Machbarkeit. „Wir bauen alles, wenn wir den Auftrag bekommen“. Er gehe allerdings aktuell von 5000 Euro pro Meter Wand aus, insgesamt also 4,8 Millionen Euro, plus Planungskosten. Da man sich im Entwurfsstadium für die Autobahnverbreiterung befinde, könne eine Mauer aber noch mit aufgenommen werden.

„Wegen der Anfrage prüfen wir die Angelegenheit noch einmal,“ sagt Jens Hanel, Dezernatsleiter bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Hannover. Nächste Woche werde ein Gespräch dazu stattfinden. Für die Aufnahme einer Lärmschutzmauer bedürfe ist übrigens keines zeitaufwendigen neuen Planfeststellungsverfahrens. Es reiche ein verkürztes Plangenehmigungsverfahren.

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