Ersatzangebot in Coronazeit

Lager-Olympiade der Kreisjugendfeuerwehr Northeim findet trotz Corona – digital – statt

Ein jüngerer Mann mit dunklen Haaren und Bart steht vor einem Feuerwehrauto und guckt durch einen Fernsehbildschirm aus Pappe.
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Führt vier Wochen lang die Kinder- und Jugendfeuerwehren im Kreis Northeim durch die digitale Lager-Olympiade: Vize-Kreisjugendfeuerwehrwart Konstantin Mennecke, hier vor der Feuerwehrtechnischen Zentrale Bad Gandersheim.

Die Jugendfeuerwehren im Kreis Northeim haben trotz Corona einen Weg gefunden, den Wehrnachwuchs in der Ferienzeit zu erreichen und aktiv werden zu lassen: die digitale Lager-Olympiade.

Northeim – Die Corona-Pandemie machte den Organisatoren des traditionellen Jugendzeltlagers der Jugendfeuerwehren im Kreis Northeim einen dicken Strich durch die Rechnung. Allerdings: „Der Jugendarbeit kann man nicht einfach den Stecker ziehen“, sagt Konstantin Mennecke, stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart. Nachdem wegen der Pandemie jetzt auch noch der Höhepunkt eines jeden Jugendfeuerwehr-Jahres, das Zeltlager, ausgefallen sei, wolle man als Kreisjugendfeuerwehr einmal mehr zeigen, „dass wir uns auch mit Abstand alle sehr nahe stehen.“

Es gelte, auch in Coronazeiten Jugendliche weiter für das Thema Feuerwehr zu begeistern. Dies sei letztlich nicht nur Hobby, sondern ein sicherheitsrelevanter Auftrag, fährt Mennecke fort. Die Feuerwehren bezögen ihren Nachwuchs schließlich grundlegend aus den Kinder- und Jugendfeuerwehren.

Für die Ferienzeit habe die Kreisjugendfeuerwehr deshalb die „digitale Lager-Olympiade“ ins Leben gerufen. Die Lager-Olympiade sei ein Klassiker bei Zeltlagern. „Da diese aber ausfallen, rufen wir jetzt alle Kinder- und Jugendfeuerwehren digital zum Mitmachen auf“, so der Vize-Kreisjugendfeuerwehrwart.

In einer ersten Spielrunde sollten die Teilnehmer kleine Videos oder Collagen einreichen, wie es den Nachwuchsbrandschützern mit der anhaltenden Coronasituation geht.

„Hier wurde deutlich: Durch den aufgeteilten Unterricht in den Schulen und den lange Zeit ausgefallenen Dienstbetrieb der Kinder- und Jugendfeuerwehren vermissen Jugendliche ihre Freunde ebenso wie einen geregelten Alltag“, resümiert Mennecke. Das gehe den Betreuern aber ähnlich.

Vier Wochen dauert die Olympiade – Alle Teilnehmer erhalte Preise

Zur Zeit läuft Aufgabe Nummer 3, die darin besteht, dass die Kinder und Jugendlichen Fotos oder kurze Videoclips zum Thema „Wir tragen Maske“ anfertigen sollen.

Insgesamt vier Wochen lang dauert die digitale Lager-Olympiade. Im Anschluss gibt es für alle Teilnehmer Preise. „Die Kreis-Sparkasse Northeim hat uns 1000 Euro zur Verfügung gestellt, um dieses Coronaprojekt möglich machen zu können. Dafür sind wir sehr dankbar“, betont Mennecke.

Die digitale Lager-Olympiade sei neben dem Videoblog „Status 2“ der Kreisfeuerwehr und dem gleichnamigen Podcast der Kreisjugendfeuerwehr Northeim bereits das dritte digitale Projekt in der Coronazeit.

Die Videos der Kinder- und Jugendfeuerwehren gibt es aktuell und auch in den nächsten Wochen noch auf der Internetseite der Kreisfeuerwehr für alle Interessierten zu sehen. kfv-nom.de (Axel Gödecke)

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