Windkraft

Land will mehr Windkraft: Keine Auswirkungen auf Vorrangflächen im Kreis Northeim

Diese Windräder stehen auf dem Heiligenberg bei Lichtenborn.
+
Diese Windräder stehen auf dem Heiligenberg bei Lichtenborn.

Der neue Erlass des Landes Niedersachsen in Sachen Windkraft wird nicht dazu führen, dass die im aktuellen Entwurf für das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) vorgesehenen Flächen möglicherweise noch einmal ausgeweitet werden.

Northeim Ziel des Erlasses ist es laut Staatskanzlei,

  • mehr Flächen für Windenergienutzung zur Verfügung zu stellen. Vorgesehen sind bis 2030 2,1 Prozent der Landesfläche (bislang: 1,4 Prozent)
  • mehr Repowering, also das Ersetzen älterer, kleinerer Anlagen durch größere moderne, zu ermöglichen
  • die behutsame Öffnung des Waldes für Windenergie in die Wege zu leiten
  • die Nutzungs- und Schutzinteressen klarzustellen
  • die Rechtssicherheit für Windenergievorhaben zu verbessern

Der Windenergieerlass des Landes sei für kommunale Planungsträger wie den Landkreis Northeim allerdings nicht bindend und er enthalte auch keine konkreten Flächenvorgabe für die Träger der Regionalplanung, sagt Landkreis-Sprecherin Saskia Binnewies. Daher gebe es auch keine Auswirkungen auf den derzeitigen Entwurf der Vorranggebiete für Windenergie im Kreisgebiet.

Land will mehr Windkraft: Die Öffentlichkeit soll an dem Verfahren beteiligt werden

Wie sich diese letztendlich im RROP darstellen werden, sei noch nicht klar. Nach derzeitiger Schätzung werde die Entwurfsfassung bis Ende des Jahres 2021 erarbeitet sein, so Binnewies. Die Information der politischen Gremien über die Inhalte soll im ersten Quartal 2022 erfolgen, und der Kreistagsbeschluss zum Entwurf sowie dessen öffentliche Auslegung ist für das zweite Quartal vorgesehen. Die Öffentlichkeit soll dann anschließend an dem Verfahren beteiligt werden.

Die bereits jetzt schon eintreffenden Meldungen und Einwände – insbesondere zu den geplanten Flächen im Bereich Höckelheim, Hollenstedt und Imbshausen hatte es Kritik aus den politischen Gremien der Stadt Northeim gegeben (wir berichteten) – werden laut Binnewies vom Landkreis sorgfältig geprüft und ausgewertet. Dasselbe gelte natürlich auch für Einwände von Bürgern, die erst im Zuge der öffentlichen Auslegung beim Landkreis Northeim eingehen werden.

In jedem Fall blieben aber die Windvorrangflächen aus der Entwurfsfassung vom Dezember 2020 bis nach der Öffentlichkeitsbeteiligung unverändert, so Binnewies. (Niko Mönkemeyer)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.