400-Millionen-Euro-Programm soll 3600 Wohnungen schaffen

Land will sozialen Wohnungsbau fördern

Der Bau von Mietswohnungen soll mit dem Landesprogramm gefördert werden. Foto: nh

Northeim. Ein 400-Millionen-Euro-Sonderprogramm soll den sozialen Wohnungsbau in Niedersachsen in Schwung bringen.

Dazu soll die landeseigene N-Bank faktisch zinsfreie Kredite für Investitionen in bezahlbaren Wohnraum locker machen. Das Programm kann auch Investoren im Landkreis Northeim zugute kommen.

Das Ziel sind 3600 neue Bleiben für Familien mit vielen Kindern sowie für Senioren, Behinderte und Flüchtlinge. „Wir wollen klotzen, nicht kleckern“, sagte Sozial- und Bauministerin Cornelia Rundt (SPD) unserer Zeitung.

Insbesondere in größeren Städten sei kaum noch erschwinglicher Wohnraum in passender Größe zu finden, meinte die Ministerin. „Das Problem sind große Wohnungen für große Familien sowie kleinere, barrierefreie Wohnungen für ältere Menschen.“

Bisher gibt es in Niedersachsen eine Förderung des sozialen Wohnungsbaus nur über Bundesmittel in Höhe von 39,8 Millionen Euro jährlich. Daraus erhalten Investoren zinslose Darlehen mit 20-jähriger Laufzeit, für lediglich geringe Gebühren zu berappen sind.

Rot-Grün will nun die gleichen günstigen Konditionen auch für das Landesprogramm mit dem zehnfachen Volumen. Außerdem soll es einen weiteren Anreiz für Wohnbaugesellschaften geben: Die Sozialbindung soll nicht an den Neubau gebunden sein, sondern auf ältere Wohnungen, die aus der Bindung rausgefallen sind, übertragen werden können. Erwünschter Nebeneffekt: Sozial- und normale Wohnungen vermischen sich. „Damit können wir selbstgemachte soziale Brennpunkte vermeiden“, betonte Rundt.

Der CDU reicht das nicht. Sie verlangt einen Förderbetrag von 500 Millionen Euro – und zwar für gleich mehrere Jahre, um jährlich 5000 neue Wohnungen schaffen zu können. Sozialexperte Max Matthiesen forderte außerdem, Investoren auch steuerlich durch schnellere Abschreibungsmöglichkeiten zu fördern.

Von Peter Mlodoch

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