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Stephan Weil informiert sich über 3D-Tatort-Fotos und Hilfe für Sozialschwache

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Von: Michael Caspar, Rosemarie Gerhardy

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Besuch in der Oase: (v. l.) Melanie Bogedain und Beate Wernicke begrüßen Sebastian Penno (SPD Northeim) und Ministerpräsident Stephan Weil.
Besuch in der Oase: (v. l.) Melanie Bogedain und Beate Wernicke begrüßen Sebastian Penno (SPD Northeim) und Ministerpräsident Stephan Weil. © Michael Caspar

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil machte am Donnerstag, 14. April, Station in Northeim. Begleitet wurde er vom SPD-Landtagskandidaten Sebastian Penno.

Northeim – Weil informierte sich unter anderem in der Polizeiinspektion Northeim über ein System zur fotografischen Erfassung von Tatorten. Mit einer kleinen Spiegelreflexkamera an einer Teleskopstange fotografiert Polizist Torsten Müller Verkehrsunfälle, bei denen hoher Sachschaden entstand und Menschen schwer verletzt wurden. Er schafft die Arbeit, für die er früher auf eine Trittleiter steigen musste, in der Hälfte der Zeit. Es entstehen dreidimensionale Bilder, die sich am Rechner von allen Seiten aus betrachten lassen. Der Polizist erprobt das Kamerasystem zusammen mit seinem Kollegen Dirk Johanning in einem niedersachsenweiten Pilotprojekt. 200 000 Euro würde es kosten, sämtliche Polizeiinspektionen des Landes mit der Technik auszustatten. Ein Beamter erkundigte sich, ob das Land eine Erhöhung des Weihnachtsgelds, derzeit 300 Euro, plane. Angesichts der Coronakrise und des Ukrainekrieg sei daran nicht zu denken, erklärte Weil. Zur Sprache kam auch die geringe Zahl Polizisten, die im Landkreis im Streifenwagen unterwegs sind. Das Land habe neue Stellen geschaffen, die aber etwa im Bereich Internetkriminalität angesiedelt seien, sagte dazu der Sozialdemokrat Weil.

Im Anschluss besuchte Weil den Tagestreff Oase, wo ihn ein Dutzend Gegner der Corona-Schutzmaßnahmen lautstark empfing. „Ohne die Schutzmaßnahmen wäre die Corona-Lage heute katastrophal“, betonte Weil später im Tagestreff. „Auch unsere Arbeit ist durch die Pandemie stark eingeschränkt worden“, berichte Sozialarbeiterin Beate Wernicke. Statt 70 kämen heute am Tag 40 bis 50 Bedürftige. Die Leiterin bat Weil, in allen solchen Einrichtungen Hauswirtschaftsstellen zu finanzieren.

Anschließend ließ es sich Weil nicht nehmen, einen Blick in die St.-Sixti-Kirche zu werfen und sich die Kircheninnenrenovierung in Kurzform erläutern zu lassen. (Michael Caspar, Rosemarie Gerhardy)

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