Landkreis erwartet bis Ende Januar noch 1000 Flüchtlinge

Nach langer Flucht am Ziel: Der Zustrom von Flüchtlingen hält an. Der Landkreis Northeim sucht Wohnungen für sie. Archivbild: nik

Northeim. Die Zahl der Flüchtlinge, die im Landkreis Northeim untergebracht werden müssen, wird bis Ende Januar auf 1567 ansteigen.

Das teilte der Erste Kreisrat Dr. Hartmut Heuer in der Kreistagssitzung am Freitag mit.

Seit Jahresbeginn seien bereits 553 geflüchtete Menschen aufgenommen und in Wohnungen untergebracht worden, so Heuer. „Inzwischen verschärft sich jedoch die Lage offensichtlich.“ Daher habe die Landesaufnahmebehörde den Landkreis aktuell darüber informiert, dass bis Ende Januar wöchentlich 63 weitere Personen aufgenommen werden müssen, also insgesamt 1014. „Ich hoffe dass wir mit Hilfe einer eigens gebildeten Arbeitsgruppe die uns zugewiesenen Flüchtlinge weiterhin in Wohnungen unterbringen können“, sagte Heuer.

Diese Arbeitsgruppe bestehe aus Mitarbeitern der gesamten Kreisverwaltung, die extra dafür zusammengezogen worden seien. Ihre Aufgabe sei es, gemeldete Wohnungen schneller auf ihre Eignung für die Unterbringung von Flüchtlingen zu prüfen.

„Ob es uns gelingt, unser Ziel der dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen aufrecht zu erhalten, wird wesentlich davon abhängen, dass wir kurzfristig geeigneten Wohnraum im Landkreis Northeim finden“, betonte Heuer.

Sollte das nicht gelingen, wird der Landkreis womöglich auch öffentliche Gebäude in Anspruch nehmen müssen. Laut Heuer arbeitet ein in der Kreisverwaltung eingesetzter Stab bereits an einer Prioritätenliste für die eventuelle Belegung von Turnhallen und ist derzeit dabei, die dafür notwendigen Vorbereitungen zu treffen.

Wer Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung stellen kann, wird gebeten, sich an den Landkreis zu wenden. Ansprechpartnerin ist Andrea Schön, Telefon 05551/708322, E-Mail: aschoen@landkreis-northeim.de.

Liebe Nutzer, anders als die meisten Artikel auf HNA.de können Sie diesen Text nicht kommentieren. Leider erreichen uns zum Thema Flüchtlinge so viele unangemessene und beleidigende Beiträge, dass eine gewissenhafte Moderation nach den Regeln unserer Netiquette kaum mehr möglich ist. Deshalb können Sie nur ausgewählte Artikel zu diesem Thema kommentieren. Wir bitten um Verständnis.

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.