Bewerbungsfrist für Einrichtung ist beendet

Landkreis Northeim: Acht Bieter fürs Ex-Jugendfreizeitheim in Silberborn

Das ehemalige Jugendfreizeitheim des Landkreises Northeim in Silberborn: Die Einrichtung wurde Anfang 2019 geschlossen. Im Bild sind das Hauptgebäude mit dem Speisesaal (links), die Sporthalle (Mitte) sowie der Multifunktions-Hartplatz (rechts) zu sehen.
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Das ehemalige Jugendfreizeitheim des Landkreises Northeim in Silberborn: Die Einrichtung wurde Anfang 2019 geschlossen. Im Bild sind das Hauptgebäude mit dem Speisesaal (links), die Sporthalle (Mitte) sowie der Multifunktions-Hartplatz (rechts) zu sehen.

Für den Kauf des ehemaligen Jugendfreizeitheims des Landkreises Northeim in Silberborn im Solling gibt es mehrere Interessenten.

Northeim/Silberborn - Das bestätigte jetzt die Northeimer Kreisverwaltung, nachdem die Bewerbungsfrist für Kaufinteressenten am 31. Januar abgelaufen ist.

Laut Kreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer sind acht Angebote für den Kauf des Heims mit der dazugehörigen Sporthalle, zahlreichen kleineren Bauten und diversen Außenanlagen eingegangen. Insgesamt ist das vier Flurstücke zählende Grundstück am Rande der zur Stadt Holzminden gehörenden Ortschaft Silberborn 33 500 Quadratmeter groß.

Wer sich hinter den Angeboten versteckt, möchte die Kreisverwaltung derzeit nicht öffentlich bekannt geben. Es seien allerdings sowohl private als auch gewerbliche Interessenten dabei. Auch über die Höhe der Gebote sei Stillschweigen vereinbart worden, so der Kreis-Sprecher.

Ausgeschrieben wurde der erneute Verkauf des Anfang 2019 vom Landkreis Northeim wegen des hohen Zuschussbedarfs und anstehender Investitionen geschlossenen Freizeitheims am 8. Dezember 2020 nach einem entsprechenden Kreistagsbeschluss.

Danach soll der Bieter den Zuschlag bekommen, der das höchste Angebot abgibt. Eine Zweckbindung weiterhin für Jugendarbeit, wie es sie noch beim ersten und dann später geplatzten Verkauf des Objekts im Juli vorigen Jahres gegeben hatte, gibt es jetzt nicht mehr.

Dass die einzelnen Grundstücks-Parzellen, wie etwa der angegliederte 40 mal 70 Meter große Fußballplatz, oder auch Gebäude auf dem Heimgelände in Silberborn eventuell einzeln verkauft werden können, schließt der Landkreis kategorisch aus.

Die Abgabe des Jugendfreizeitheims an den Allgemeinen Rettungsverband Südniedersachsen (ARV) war bekanntlich zum Jahresende gescheitert, weil der Verband nach eigenen Angaben nach der Übernahme doch nicht mehr ins Haus investieren wollte.

Der ARV sollte die Immobilie für den symbolischen Preis von einem Euro bekommen, allerdings unter der Bedingung, dass der Verband zunächst 170 000 Euro und dann weitere 400 000 Euro in die Sanierung investiert. Das hatte dieser auch zunächst zugesagt. An der Verfügbarkeit dieser Summen waren im Laufe des vorigen Sommers Zweifel aufgekommen.

Letztlich zog der ARV auf Nachbohren der Kreisgremien und Kreisverwaltung, wie der Sachstand sei und ob die Finanzierung sicher sei, sein Übernahmeangebot Anfang November vorigen Jahres zurück. Das Objekt wurde neu zum Verkauf meistbietend ausgeschrieben.

Mit den jetzt neu abgegebenen Geboten für das Objekt sollen sich die Kreisgremien bis Ende März befassen und zu einem Beschluss kommen, heißt es von der Kreisverwaltung.

Das ehemalige Jugendfreizeitheim in Silberborn werde seit der Schließung bei Bedarf baulich unterhalten und zur Verhinderung von Bauschäden auch beheizt, so Landkreis-Pressesprecher Niemeyer.

Ebenso erfolge eine regelmäßige Bewirtschaftung des Außengeländes. Darüber hinaus würden die Gebäude und das Gelände durch den ehemaligen Leiter des Jugendfreizeitheims weiter beaufsichtigt. (Axel Gödecke)

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