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Landkreis Northeim: Ende der Pandemie in Sicht

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Von: Niko Mönkemeyer

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Frau trägt eine FFP-2-Maske
Auch nach dem Ende der Corona-Pandemie sollten Masken künftig freiwillig weiter bei eigenen Atemwegserkrankungen getragen werden. © Swen Pförtner/dpa

Der Landkreis Northeim empfiehlt, Masken freiwillig weiter nutzen.

Northeim – Die Voraussetzungen dafür, dass die Weltgesundheitsorganisation die Corona-Pandemie demnächst als beendet erklären könnte dürften mittlerweile gegeben sein. Zu dieser Einschätzung kommt Dr. Regina Pabst, Leiterin der Gesundheitsdienste beim Landkreis Northeim.

„Das Ende der Pandemie bedeutet allerdings nicht das Ende der aktuellen Coronaerkrankungswelle“, betont sie auf HNA-Anfrage und weist darauf hin, dass auch künftig mit weiteren Wellen und damit verbundenen krankheitsbedingten Ausfällen zu rechnen sei. „Allerdings dürfte die Schwere der Erkrankungen nicht mehr das Ausmaß haben wie zu Beginn der Pandemie, als noch niemand immun war.“

Porträt Dr. Regina Pabst Leiterin Gesundheitsdienste
Dr. Regina Pabst Leiterin Gesundheitsdienste © Landkreis Northeim

Corona habe gezeigt, dass es grundsätzlich möglich ist, sich mit Masken vor Atemwegserregern zu schützen, sagt Pabst und verweist darauf, dass es in Asien schon vor Corona üblich gewesen sei, bei eigenen Erkältungssymptomen eine Maske zu tragen, um andere vor einer Ansteckung zu schützen.

„Genau das wäre ein Weg für die Zukunft“, ist Pabst überzeugt. „Wir könnten Rücksicht nehmen, indem wir uns bei eigener Erkältung möglichst wenig unter anderen Menschen aufhalten, und wenn doch, dann eine Maske tragen.“ Damit könne man Erkältungswellen zügeln. Derzeit gebe es ein starkes Infektionsgeschehen mit einer Mischung aus diversen Atemwegserregern, darunter Corona, RSV und besonders auch die Grippe.

Sie selbst werde deshalb künftig auch ohne Pflicht in bestimmten Situationen wie zum Beispiel bei einer Zugfahrt eine Maske dabei haben und spätestens dann aufsetzen, wenn eine hustende oder niesende Person neben ihr sitzt, so Pabst weiter. „Ich würde mir wünschen, dass wir eine Kultur der Rücksichtnahme entwickeln, in der man sich bemüht, andere Menschen nicht anzustecken.“ Das sei doch etwas, was man aus der Pandemie lernen könne.

Die Gesundheitsdienste selbst hätten durch die Pandemie gelernt, wie man mit einer Pandemie umgeht. Nie zuvor habe man sich so intensiv und praktisch mit dem Thema auseinandersetzen müssen.

Die Kosten, die die Corona-Pandemie für den Landkreis Northeim durch Arbeitsschutzmaßnahmen, Anschaffung von Schutzmaterial, Krankheitszeiten von Mitarbeitern sowie den den Betrieb von Impfzentrum, Impfteams und Testzentren insgesamt verursacht hat, werden nach Einschätzung von Dr. Regina Pabst, Leiterin der Gesundheitsdienste, nicht zu beziffern sein. Klar sei lediglich, dass für das Impfzentrum und die Impfteams das Land einen Großteil übernommen hat. (Niko Mönkemeyer)

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