Rechtsanspruch auf Kitaplatz wird nicht erfüllt

Im Landkreis Northeim fehlen Krippenplätze

Northeim. Bei der Versorgung mit Krippenplätzen pokern die Städte und Gemeinden im Landkreis Northeim. Der Rechtsanspruch, dass für jedes Kind im Alter zwischen einem Jahr und drei Jahren ein Platz vorhanden sein muss, wird nirgendwo erfüllt.

Das ergab eine HNA-Umfrage bei den Städten und Gemeinden. Allerdings ist es den Verwaltungen nach eigener Auskunft bisher noch immer gelungen, die Wünsche nach Betreuungsplätzen zu erfüllen - wenn auch nicht sofort. Teilweise konnte nach einer mehrmonatigen Wartezeit ein Platz angeboten werden. Oder als Alternativen standen Plätze in altersübergreifenden Kindertagesstätten und bei Tagespflegestellen (Tagesmüttern) des Landkreises Northeim zur Verfügung.

„Das ist auf Kante genäht“, sagt Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski zur Krippenplanung in seiner Gemeinde. Mit 15 Krippenplätzen kann er zwar nur eine Versorgungsquote von 34,9 Prozent vorweisen, bisher habe die Gemeinde die tatsächliche Nachfrage nach Krippenplätzen immer decken können. Im ländlichen Bereich sei der Bedarf an Krippenplätzen eben nicht so groß wie in Ballungszentren.

Die höchsten Versorgungsquoten mit Krippenplätzen, Plätze in altersübergreifenden Gruppen in Kindertagesstätten nicht mitgezählt, haben Kalefeld mit 69 Prozent (66 Plätze) und Nörten-Hardenberg mit 51 Prozent (89 Plätze), Schlusslicht ist die Northeim mit einer Quote von 23,2 Prozent (115 Plätze).

In der Kreisstadt ist aber gerade die Schaffung von 30 weiteren Plätzen beschlossen worden. In diesem Jahr sollen 15 entstehen, 15 weitere im kommenden Jahr. Damit steigt die Versorgungsquote auf 29,2 Prozent.

Hardegsen plant ebenfalls die Schaffung einer weiteren Krippe für 15 Kleinkinder. Dann läge die Versorgungsquote bei 58,3 Prozent. Bürgermeister Michael Kaiser rechnet die 18 Plätze in altersübergreifenden Gruppe mit und kommt damit sogar auf eine Versorgungsquote von 73,3 Prozent.

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