Stallpflicht in Northeim und Göttingen

Im Landkreis Northeim ist die Geflügelgrippe ausgebrochen

Northeim. Im Landkreis Northeim ist die Vogelgrippe ausgebrochen. Wie der Landkreis mitteilte, ist bei verendeten Hühnern der ansteckenden Erreger H5N8 nachgewiesen worden.

Die am ersten Weihnachtsfeiertag gestorbenen Tiere gehören zu einem kleinen, aus sechs Enten und 20 Hühner bestehenden Bestand in der Northeimer Ortschaft Hohnstedt. Sämtliche Tiere seien inzwischen getötet und entsorgt worden. Außerdem sei der Hof umfangreich gereinigt und desinfiziert worden.

Die Northeimer Kreisverwaltung hat außerdem eine allgemeine Stallpflicht für Nutzgeflügel im Kreisgebiet verhängt. Auch im Landkreis Göttingen gilt wegen des Falls die Stallpflicht. Im Umkreis um Hohnstedt ist ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet gebildet worden.

Dabei, so betonte Landkreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer, sei berücksichtigt worden, dass der an Hohnstedt angrenzende Leinepolder Wildvogelrastgebiet sei und es im Kreisgebiet außerdem mehrere Flüsse, Seen und Feuchtgebiete geben, an denen sich Wildvögel aufhalten. Zur Risikoeinschätzung hat der Landkreis außerdem das Friedrich-Löffler-Institut für Tiergesundheit eingeschaltet. Der Landkreis betont, dass es sich bei dem festgestellten Influenza-Virustyp H5N8 um eine reine Tierseuche handele.

Weltweit seien bisher weder über Tierkontakte noch durch den Verzehr von Lebensmitteln eine Infektion eines Menschen mit dem Erreger festgestellt worden. Der Virus ist in Deutschland aktuell am 7. November erstmals wieder nachgewiesen worden. Bei Wildvögeln – es erkranken laut Kreisverwaltung vornehmlich Reiherenten und Schwäne sowie zunehmend auch Greifvögel – ist fast das gesamte Bundesgebiet betroffen.

Unter anderem im Nordwesten Niedersachsens, dem deutschlandweiten Zentrum der Geflügelhaltung, ist der Erreger auch in mehreren Nutzgeflügelbeständen aufgetreten.

Die Verfügungen sind auf der Homepage des Landkreises Northeim nachzulesen unter 

http://zu.hna.de/stapfi16

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