345 Flüchtlinge leben geduldet im Landkreis

Landkreis Northeim hat zehn Flüchtlinge abgeschoben

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Der Landkreis Northeim hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres zehn Flüchtlinge abgeschoben. Das hat Pressesprecher Dirk Niemeyer auf Anfrage mitgeteilt.

Fünf von ihnen wurden nach Spanien gebracht, die übrigen fünf in den Kosovo.

Damit bewegt sich die Zahl der Abschiebungen leicht über dem Niveau des Vorjahres. In den ersten acht Monaten 2017 hatten sieben Personen, deren Asylantrag abgelehnt worden war, das Land verlassen müssen.

78 im Landkreis lebende Personen sind im bisherigen Jahresverlauf als Flüchtlinge anerkannt worden. Insgesamt befinden sich nach Niemeyers Angaben derzeit noch weitere 530 Flüchtlinge im Asylverfahren.

Die fünf häufigsten Herkunftsländer dieser Flüchtlinge, die auf ihre Anerkennung hoffen, sind Afghanistan (129), Irak (71), Syrien (59), Russische Föderation (58) und Pakistan (32).

345 Personen leben derzeit mit Duldungsstatus im Landkreis Northeim. Vor Jahresfrist waren es 318. Unter ihnen sind nach Niemeyers Worten folgende fünf Herkunftsländer am häufigsten vertreten: Serbien (60), Kosovo (42), russische Föderation (37), Mazedonien (31) und Albanien (30).

Menschen mit Duldungsstatus sind Personen, deren Asylantrag zwar abgelehnt worden ist, bei denen aber sogenannte Abschiebungshindernisse vorliegen und die deshalb einstweilen hierbleiben dürfen.

Abschiebe-Hindernisse

Zu den Abschiebungshindernissen zählen fehlende Ausweispapiere ebenso wie sogenannte Härtefall-Situationen. Das kann beispielsweise eine schwere Erkrankung sein, von der man annimmt, dass sie sich nach einer Abschiebung des Flüchtlings in sein Heimatland deutlich verschlechtern würden, weil dort eine medizinische Versorgung im notwendigen Umfang nicht gewährleistet ist.

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