Platz im hinteren Viertel

Landkreis Northeim hinkt laut Studie wirtschaftlich stark hinterher

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Der Landkreis Northeim. 

Northeim. Der Landkreis Northeim steht wirtschaftlich im Vergleich zu anderen Regionen nicht gerade gut da. Bundesweit belegt er einen Platz im hinteren Viertel.

Das ergibt eine Studie des Wochenmagazins Focus.

Von den 402 Kreisen und kreisfreien Städten im Ranking der erfolgreichsten Regionen belegt der Landkreis Northeim Rang 326 und erzielte einen fast identischen Wert wie im Vorjahr. Aktuell liegt er damit hinter den Nachbarkreisen Göttingen (286), Holzminden (313), Hameln-Pyrmont (289), Salzgitter (165) und Kassel (146).

Allerdings rangiert Northeim noch vor dem ehemaligen Kreis Osterode (380), dem Kreis Goslar (396), Kreis Harz (394) und Hildesheim (350).

Die Studie wurde vom Kölner Wissenschaftler Wolfgang Steinle erstellt. Um die wirtschaftliche Stärke zu ermitteln wertete er 19 Indikatoren aus (u.a. Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, Arbeitslosigkeit, Gewerbeanmeldungen, Steuerhebesätze, Einkommen je Haushalt, Wanderungssaldo, Kriminalität, Zahl junger Menschen und Rentner mit Grundsicherung) und verglich sie in fünf Sektoren.

Bester Wert bei Sicherheit und Lebensqualität

Darin erzielte der Landkreis Northeim den besten Wert im Sektor „Sicherheit und Lebensqualität“ (Rang 258), gefolgt von „Wachstum und Jobs“ (263), Firmengründungen (273) und „Produktivität und Standortkosten“ (295). Am schlechtesten schnitt der Kreis Northeim im Sektor „Einkommen und Attraktivität“ mit Rang 324 ab.

Das Ergebnis der Studie überrasche nicht wirklich, sagt Northeims Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Vorherige Studien hätten ähnliche Ergebnisse mit Plätzen im unteren Mittelfeld für den Landkreis und Südniedersachsen gebracht. Dennoch zeichne sich der Kreis Northeim in seinem ländlich geprägten Charakter auch durch seine Vielfältigkeit aus. Den weichen Standortfaktoren (Umweltqualität, Freizeit und Wohnwert) komme immer mehr Bedeutung zu.

Ansässige Unternehmen zufrieden

Die Landrätin weist zudem darauf hin, dass der Landkreis ein attraktiver Wirtschaftsstandort sei. Dies habe eine Unternehmensbefragung ergeben, die die Wirtschaftsförderung des Landkreises Northeim im Herbst dieses Jahres initiiert habe. Die Umfrage, bei der von 900 angeschriebenen Firmen immerhin 300 geantwortet hätten, habe eine hohe Zufriedenheit der ansässigen Unternehmen zum Ausdruck gebracht.

Gleichzeitig habe die Befragung auch Hinweise auf bestehende Herausforderungen und Handlungsfelder für die Akteure der kommunalen und regionalen Entwicklung gegeben, fährt sie fort.

Die Ergebnisse der Unternehmensbefragung sollen am Dienstag, 10. Januar, ab 19 Uhr in der BBS II in Northeim der Öffentlichkeit im Rahmen einer Veranstaltung Wirtschafts-Dialog 2017 vorgestellt werden.

Die Antworten der Unternehmen sollen laut Klinkert-Kittel die Grundlage zu einem intensiven Austausch zwischen den Unternehmern und der Kreispolitik sowie Akteuren der regionalen Entwicklung in Südniedersachsen bilden. 

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