Beirat für Menschen mit Behinderungen soll über Preisträger entscheiden

Landkreis Northeim plant Inklusionspreis für Unternehmen

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Northeim. Der Landkreis Northeim will den Gedanken der Inklusion in der Arbeitswelt stärken. Geplant ist die Ausschreibung eines entsprechenden Preises, mit dem Unternehmen ausgezeichnet werden, die sich erfolgreich um ein behindertenfreundliches Arbeitsumfeld bemühen.

Ausrichter soll laut einer Vorlage für den am Dienstag, 19. Februar, tagenden Sozialausschuss des Landkreises der Beirat für Menschen mit Behinderungen des Landkreises sein. Die Idee, einen solchen Preis auszuloben, stammt von Studenten der Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz (Halberstadt), die unter der Leitung von Professor Dr. Sabine Elfring in einem mehrsemestrigen Projekt den Landkreis bei der Umsetzung des Aktions- und Stufenplans der UN-Behindertenrechtskonvention unterstützen (HNA berichtete).

Der Inklusionspreis, so der Vorschlag der Studenten, soll nicht mit Geld dotiert werden. Die Betriebe, die ihn gewinnen, sollen stattdessen öffentlich mit einer Urkunde geehrt werden.

Mit dem Preis soll das Thema Inklusion stärker ins öffentliche Bewusstsein gebracht werden, begründen die angehenden Verwaltungswissenschaftler ihre Idee. Sie erhoffen sich außerdem, damit ein oder mehrere gute Beispiele zur Nachahmung präsentieren zu können.

Wann er erstmals verliehen wird, ist noch offen. Der Beirat für Menschen mit Behinderungen werde das Thema in seiner Sitzung im Mai behandeln, betätigte dessen Vorsitzender, Michael Till.

Die Halberstädter Studenten hatten zuvor die Situation von Menschen mit Behinderungen im Landkreis Northeim untersucht und unter anderem festgestellt, dass bei Straßen und Plätzen an Barrierefreiheit nur an Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer, nicht aber an Sehbehinderte gedacht werde. In öffentlichen Gebäuden mangele es häufig an Fahrstühlen. Außerdem fehlten behindertengerechte Wohnungen (HNA berichtete). 

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