Mehr Mittel gefordert

Landkreis Northeim: 2,8 Millionen Euro sollen in Straßen investiert werden

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Das Flickwerk soll verschwinden: Die Wiesenstraße in Uslar soll im kommenden Jahr saniert werden. Allein für dieses Projekt sind 1,45 Millionen Euro veranschlagt.

Northeim. Der Landkreis will im nächsten Jahr in seine Straßen investieren. Der Fachbereichsleiter Bauen, Ralf Buberti, stellte die Pläne jetzt im Bauausschuss des Kreistags vor.

Insgesamt sollen 2,8 Millionen Euro investiert werden. Seit 2008 sind knapp 26 Kilometer Kreisstraßen saniert worden, 24,4 Kilometer außerorts und 1,4 Kilometer innerorts. Das gesamte Kreisstraßennetz im Landkreis umfasst 420 Kilometer.

Seit 2008 wird die Reihenfolge, in der Sanierungsarbeiten vorgenommen werden, durch Prioritätenlisten festgelegt. Es gibt eine Liste für Ortsdurchfahrten und eine für Kreisstraßen außerorts. Die Einordnung der Straße erfolgt anhand der Kriterien Straßenzustand (70 Prozent) und Verkehrsbelastung (30 Prozent). Beide Listen sind vor zwei Jahren überarbeitet worden.

Mehr Mittel gefordert 

In der Bauausschusssitzung mahnte Dr. Christian Eberl (FDP) an, dass der Ansatz für Investitionen in Zukunft angehoben werden müsse. Die im Haushalt 2017 eingeplanten Mittel entsprächen gerade mal der Höhe der Abschreibungen. Weil die Abschreibungssumme auf den günstigen Baukosten vergangener Jahrzehnte basiere, sei absehbar, dass sie in Zukunft steigen werde. Dem müssten die Investitionen ins Straßennetz folgen. „Wir benötigen eigentlich deutlich mehr Mittel für den Kreisstraßenbau, als uns aufgrund der Haushaltssituation tatsächlich zur Verfügung stehen“, sagte Landrätin Astrid Klinkert-Kittel dazu.

Größter Posten bei den Investitionen 2017 ist die Sanierung der Wiesenstraße in Uslar, die mit 1,45 Millionen Euro veranschlagt ist. Sie sei, so Buberti, die am stärksten frequentierte Kreisstraße im Landkreis. Bis zu 9000 Fahrzeuge werden nach seinen Worten dort täglich gezählt. Im Frühjahr sollen die Arbeiten dort beginnen, betonte Buberti.

Erneuerung der Fahrbahnoberfläche

Daneben sind für sogenannte Deckensanierungen an Kreisstraßen für das kommende Jahr weitere 800.000 Euro eingeplant. Dabei handelt es sich um Erneuerungen der Fahrbahnoberflächen - in der Regel durch Abfräsen des Asphalts und Aufbringen einer neuen Asphaltschicht. Welche Streckenabschnitte so erneuert werden sollen, wird laut Buberti endgültig erst nach Ende des Winters entschieden.

Für die Planung und Vorbereitung der Sanierung der Ortsdurchfahrt Naensen, der Kreisstraßen von Rotenkirchen nach Dassensen, von Elvershausen nach Hammenstedt und von Wiensen in Richtung Bodenfelde (bis zum Abzweig Vernawahlshausen) sind zusammen 300.000 Euro vorgesehen. Weitere 190.000 Euro sind darüber hinaus für allgemeinen Kreisstraßenbau eingeplant, 200 000 Euro für Brückenbau.

Radweg nach Lindau

Geplant sind außerdem vorbereitende Untersuchungen für den Bau der Ilmebrücke im Zuge der Kreisstraße von Einbeck nach Dassensen, die frühestens 2019 neu gebaut werden soll.

Darüber hinaus soll nach den Worten von Buberti die Planung des Radwegebaus von Gillersheim nach Lindau weitergeführt werden. Dort stehen noch fünf verschiedene Trassenvarianten zur Wahl. Demnächst soll es, so Buberti, dazu einen Termin mit den Einwohnern beider Ortschaften geben.

Mehr zum Thema in der Donnerstagausgabe der Northeimer und der Sollinger HNA

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