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Landkreis Northeim sucht Wärmeräume für Bedürftige

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Von: Niko Mönkemeyer

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Gaspipeline Nord Stream 1
Kommt ab Donnerstag wieder Gas durch die Nord-Stream-1-Gaspipeline? Diese Frage beschäftigt derzeit auch den Landkreis Northeim © Stefan Sauer /dpa

Die mögliche Verschärfung der Gasknappheit ist im Kreishaus bereits ein Thema.

Landkreis Northeim – Wo könnten sich Menschen aufwärmen, die im Falle einer sich zuspitzenden Gasknappheit nicht mehr in der Lage sind, ihre Gasheizung zu bezahlen und denen möglicherweise das Gas abgestellt wird?

Mit dieser Frage beschäftigen sich aufgrund der Befürchtung, dass Russland nach der Wartungspause für die Nordstream-1-Pipeline seine Gaslieferungen nach Deutschland komplett einstellen könnte, viele Kommunen in Deutschland. Auch beim Landkreis Northeim bewertet man dieses Szenario keineswegs als unrealistisch.

Auf HNA-Anfrage teilt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel in einer Pressemitteilung mit, dass es bereits erste Überlegungen dazu gebe, wie man im Falle einer solchen Entwicklung reagieren könnte. „Die Kreisverwaltung ist sich den Herausforderungen im Zusammenhang mit der zukünftigen Energiebereitstellung bewusst“, so Klinkert-Kittel.

Die Kreisverwaltung kündigt an, in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden vorsorglich nach Gebäuden und Räumlichkeiten zu suchen, die alternativ beheizbar wären und die man betroffenen Menschen im Landkreis anbieten könnte, um sich tagsüber dort wärmen zu können.

Für den Fall, dass sich die aktuellen Befürchtungen bewahrheiten und es tatsächlich dazu kommen sollte, dass im Winter Gas nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung steht, werde die lokale Ebene mit Feuerwehr und Katastrophenschutz die möglichen Auswirkungen dieses Problems allerdings nicht in der Gesamtheit lösen können, betont der Landkreis.

Dann werde die Selbsthilfe im Vordergrund stehen. Betroffene Menschen müssten sich dann gegebenenfalls auch selbst darum kümmern, wo sie sich bei Bedarf in der Nachbarschaft, in der Familie oder im Bekanntenkreis aufwärmen können. Man könne daher nur hoffen, dass Gas zum Heizen auch künftig in ausreichender Menge zu Verfügung stehe und dass der kommende Winter nicht zu kalt werde, beschreibt der Landkreis in seiner Stellungnahme die aktuelle Situation. (Niko Mönkemeyer)

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