Kreisschulausschuss billigt CDU-Antrag

Landkreis Northeim soll Masken für Schüler spendieren

Schüler mit Mund- und Nasenschutz im Klassenzimmer bei einer Arbeit
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Mund- und Nasenschutz im Unterricht

Für die Anschaffung von Masken sollen 100 000 Euro ausgeben werden.

Northeim – Die rund 13 000 Schüler der in Trägerschaft des Landkreises Northeim stehenden Schulen sollen als Maßnahme zur Bekämpfung der Corona-Pandemie kostenlos Masken erhalten. Das sieht ein Antrag der CDU-Kreistagsfraktion vor, der in der jüngsten Sitzung des Kreisschulausschusses dem Kreistag zum Beschluss empfohlen wurde.

In der ursprünglichen Fassung des CDU-Antrags war zunächst vorgesehen, jeweils nur sechs FFP2-Masken zur Verfügung zu stellen. Davon hatte die Kreisverwaltung jedoch abgeraten und dies unter anderem damit begründet, dass nach allgemeiner Einschätzung diese Masken nur wirksam seien, wenn sie eng am Gesicht anlägen und die Atemluft nicht seitlich an der Maske vorbeiströmen könne.

Sei dies nicht gewährleistet, könne das Risiko einer Infektion sogar größer sein als bei einem anderen Mund-Nasen-Schutz, heißt es. Bei festem Sitz seien FFP-2-Masken jedoch unangenehm zu tragen, was die Bereitschaft der Kinder, diese auch zu nutzen, verringern würde.

Die Kreisverwaltung hatte daher zunächst vorgeschlagen, dem CDU-Antrag nicht zu folgen, was in der Sitzung lebhaft diskutiert wurde. Ausschussmitglied Beatrix Tappe-Rostalski (CDU) wies dabei den Vorwurf, die CDU habe sich nicht ausreichend informiert und wolle sich mit diesem Vorschlag lediglich profilieren, entschieden zurück und betonte die Verantwortung des Landkreises insbesondere für die Fahrschüler.

Letztlich einigte man sich auf den Kompromiss, jeweils drei FFP-2-Masken sowie 20 OP-Masken zur Verfügung zu stellen. Im Haushalt soll dafür ein Betrag von 100 000 Euro vorgesehen werden.

Neben der Anschaffung von Masken hatte die CDU vorgeschlagen, auch die Ausrüstung von Bussen mit sogenannten UV-C-Luftreinigern in Erwägung zu ziehen und entsprechend zu fördern. Eine Empfehlung für den Kreistag gab es hierzu allerdings nicht, da die Wirksamkeit solcher Anlagen bislang noch nicht erwiesen ist und es seitens des Landes keinerlei Vorgaben in dieser Richtung gibt. Verwiesen wurde lediglich auf die Stadt Hanau, die derzeit solche Luftreiniger im Betrieb testet.

Sobald es dazu ein Ergebnis gibt, wird das Thema erneut behandelt.

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