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Landkreis Northeim stellt Impfung ein

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Symbolbild Impfung Frau Spritze Coronavirus
Der Landkreis Northeim stellt am 17. Dezember sein Impfangebot ein. (Symbolbild). © Ole Spata/nh

Der Landkreis Northeim stellt die mobilen Impfangebote zum 17.  Dezember ein. Betroffen sind die Impfbusse, die Mobilen Impfteams und die Impfstationen in Einbeck und Northeim. Hintergrund ist, dass das Land Niedersachsen die Finanzierung der Corona-Impfteams zum Jahreswechsel beendet.

Landkreis Northeim – Die mobilen Impfangebote sind am 1. November 2021 gestartet. Seitdem sind in diesem Rahmen rund 38 000 Impfungen gegen Corona vorgenommen worden, teilt die Kreisverwaltung mit.

Das Impfangebot, das der Landkreis Northeim zusammen mit den beiden Hilfsorganisationen Arbeiter-Samarither-Bund und Johanniter-Unfallhilfe stellt, werde insgesamt gut angenommen. Nach zwischenzeitlich zurückgegangenen Impfzahlen sei die Nachfrage in den letzten Wochen wieder angestiegen, seit der an die neuen Corona-Varianten angepasste Impfstoff verfügbar ist, so die Kreisverwaltung in einem ersten Resümee.

Inzwischen bestehe eine relativ gute Immunität der Bevölkerung durch Impfungen und/oder Infektion mit dem Coronavirus. Nach dem Auslaufen der Impfangebote seitens des Landkreises Northeim sei zu erwarten, dass weitere Coronaimpfungen in der hausärztlichen Regelversorgung stattfinden können, verweist die Kreisverwaltung auf die Hausärzte.

Schon jetzt sind die Haus-, aber auch einige Fachärzte voll in das Corona-Impfangebot einbezogen. Sie können auch im Einzelfall entscheiden, ob gesunde unter 60-Jährige eine vierte Corona-Impfung mit dem angepassten Wirkstoff erhalten. Das hänge dann unter anderem vom persönlichen Umfeld ab, so Ärztesprecher Wolfgang Boldt, der aber betont, dass auch die Ärzte sich im Wesentlichen an den Vorgaben der Ständigen Impfkommission (Stiko) orientieren.

Jüngst hatte sich eine HNA-Leserin aus Sebexen, die gesund und unter 60 Jahre alt ist, darüber geärgert, dass ihr am Impfbus in Kalefeld eine vierte Impfung verweigert und sie an den Hausarzt verwiesen wurde. „Ich hätte mich gern ganz unbürokratisch vor einer Infektion oder einem schweren Verlauf geschützt“, so die Leserin in einer Mail.

Die Impfteams des Landkreises halten sich streng an die Empfehlungen der Stiko, um das Auftreten von haftungsrechtlichen Problemen zu vermeiden, begründet die Kreisverwaltung. Hausärzte könnten hingegen bei ihren Patienten im Einzelfall über eine Impfung entscheiden. (Rosemarie Gerhardy)

Impfangebote des Landkreises gegen Covid-19

Bei den Impfangeboten des Landkreises werden Erst-, Zweit-, und Auffrischungsimpfungen für alle ab 12 Jahren angeboten. Ebenfalls ist eine Auffrischungsimpfung mit dem angepassten Omikron-Impfstoff möglich, allerdings nur, wie von der Ständigen Impfkommission empfohlen, für Personen ab 60 Jahren, Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen sowie für medizinisches/pflegerisches Personal. Kinderimpfungen sind bei den stationären Angeboten möglich. (rom)

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