Landkreis sucht dringend Gebäude für Notunterkünfte

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Die ehemalige Weberei in Kalefeld: Sie ist eins der Objekte, die der Landkreis als mögliche Flüchtlings-Notunterkunft im Auge hat. Allerdings betont der Erste Kreisrat Dr. Hartmut Heuer, dass das Gebäude baulich nicht ideal sei. Außerdem könne eine Unterbringung von 800 Flüchtlingen die Ortschaft mit ihren 1500 Einwohnern überfordern.

Northeim. Der Landkreis Northeim sucht ein oder mehrere Gebäude als Notunterkunft für 800 Flüchtlinge.

Es handelt sich dabei um nicht registrierte Flüchtlinge, die aus Süddeutschland weiter geleitet werden und hier in Zügen und Bussen ankommen.

Deren Unterbringung ist nach Mitteilung des Landkreises Aufgabe des Landes Niedersachsen. Aber: „Das Land Niedersachsen ist nach unseren Informationen nicht mehr in der Lage, rechtzeitig für alle ankommenden Flüchtlinge Notunterkünfte einzurichten. Es hat deshalb die Landkreise und kreisfreien Städte im Wege der Amtshilfe herangezogen, ebenfalls Notunterkünfte einzurichten“, berichtete der Erste Kreisrat Dr. Hartmut Heuer. Er rechnet damit, dass in der nächsten Woche zunächst etwa 300 Flüchtlinge in einer Notunterkunft untergebracht werden müssen. Dort werden sie dann registriert und medizinisch untersucht. Anschließend sollen sie ebenfalls dann dezentral in Wohnung untergebracht werden.

Gebäude, die als Notunterkunft infrage kommen, sollen nach Heuers Worten mindestens 4000 Quadratmeter groß sein. Wer Angebote machen kann, den bittet der Landkreis, sich unter Telefon 055 51/ 708 661 bei Matthias Walbrecht zu melden.

Auch nach der Anmietung von 130 Wohnungen für Flüchtlinge in Northeim sucht der Landkreis weitere Wohnungen möglichst in der Größe 50 bis 80 Quadratmeter. Ansprechpartnerin für Vermieter ist Andrea Schön, Telefon 055 51/ 708 322.

Aktualisiert um 17 Uhr.

Insgesamt sind (Stand Dienstag) bisher 1038 registrierte Flüchtlinge in Wohnungen im Landkreis Northeim untergebracht worden. Bis zum Jahresende werden 990 weitere erwartet.

In Notunterkünften leben bisher 100 in Bad Gandersheim. Geplant ist, dort bis zu 600 unterzubringen. Ab November sollen 200 in Dassel untergebracht werden. Für 800 weitere wird noch eine Unterbringungsmöglichkeit gesucht.

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