Landrätin hat Entwurf des Doppelhaushalts 2020/21 vorgelegt

Landkreis will 32,2 Millionen Euro in Schulen investieren

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Für die Sanierung der Fassade an der Thomas-Mann-Schule werden 600 000 Euro ausgegeben.

Bad Gandersheim/Northeim – Bis zum Jahr 2024 sollen die Liquiditätskredite des Landkreises Northeim auf null heruntergefahren sein. Das kündigte Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD) am Freitag in der Kreistagssitzung bei der Einbringung des Doppelhaushalts für die Jahre 2020 und 2021 an.

Wegen der Sanierung des Kreishauses fand die Sitzung in Bad Gandersheim statt. Die komplette AfD-Fraktion blieb der Sitzung ohne weitere Erklärung fern. 

Die Landrätin hofft, die Liquiditätskredite des Kreises in Höhe von derzeit 26 Millionen Euro in „greifbarer Nähe“ abzubauen und verwies darauf, dass diese „Dispokredite“ 2014 noch eine Höhe von 84 Millionen Euro gehabt hätten. 

Bei Krediten für Investitionen sieht der Doppel-Haushalt allerdings eine Steigerung vor. Lagen diese 2018 bei rund 65 Millionen Euro, sind für das kommende Jahr 68,3 Millionen Euro und für 2021 rund 80,1 Millionen Euro vorgesehen. In den folgenden Jahren sind weitere Steigerungen geplant. 2024 soll die Höhe der langfristigen Kredite bei 98,2 Millionen Euro liegen. 

Nach dem vorgelegten Planwerk steigen die investiven Schulden von 518 Euro pro Einwohner im Jahr 2018 auf dann rund 850 Euro im Jahr 2024. Das entspricht fast einer Verdopplung. 

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel

Die Eckzahlen des Doppelhaushalts lauten wie folgt: Ergebnishaushalt: Ordentliche Erträge 271,7 Millionen Euro (2020) und 276,1 Millionen Euro (2021), Aufwendungen 270 und 274,4 Millionen Euro, Ergebnis 1,706 und 1,743 Millionen Euro. Finanzhaushalt: Einzahlungen 264,2 und 268,2 Millionen Euro, Auszahlungen 254,6 und 259,3 Millionen Euro, Einzahlungen für Investitionstätigkeit 6,98 und 4,68 Millionen Euro, Auszahlungen für Investitionstätigkeiten 16,54 und 16,47 Millionen Euro, Einzahlungen für Finanzierungstätigkeiten 8,8 und 11,0 Millionen Euro, Auszahlungen für Finanzierungstätigkeiten 4,4 und 5,56 Millionen Euro.

Der Landkreis Northeim wird in den kommenden Jahren in seine 20 allgemeinbildenden Schulen und seine vier berufsbildenden Schulen rund 32,2 Millionen Euro investieren.

Größere Baumaßnahmen sind an Schulen in Northeim, Einbeck und Bad Gandersheim geplant. In Northeim soll mit einem Kostenaufwand von rund 600 000 Euro die Fassadensanierung der Thomas-Mann-Schule fortgesetzt werden. Außerdem steht der zweite Bauabschnitt des Erdgeschossumbaus in den Berufsbildenden Schulen II in Northeim mit 138 000 Euro im Etat.

In Einbeck soll für drei Millionen Euro das Erd- und Untergeschoss der Löns-Realschule umgebaut und in Bad Gandersheim für rund 300 000 Euro die Sporthalle des Roswitha-Gymnasiums saniert werden.

Weitere Maßnahmen: Bau eines barrierefreien Zugangs in der Oberschule Northeim (90 000 Euro, 2020), Sanierung von Abwasserleitungen im Gymnasium Corvininanum in Northeim (100 000 Euro, 2020), Heizungserneuerung in der IGS Bodenfelde (60 000 Euro, 2021) sowie die Sanierung der Tartanbahnen auf den Sportplätzen der KGS Moringen (200 000 Euro, 2020), der BBS II in Northeim (175 000, 2020) und der Oberschule Uslar (200 000 Euro, 2020).

Photovoltaik-Anlagen sollen auf den Dächern der IGS Bodenfelde (50 000 Euro, 2020), der Thomas-Mann-Schule in Northeim (50 000 Euro, 2020), der Oberschule Uslar (200 000 Euro) und Förderschule Uslar (65 000 Euro, 2021) errichtet werden.

Streit könnte es wegen der weiteren Erneuerung der Kreisstraßen geben, für die der Landkreis in den kommenden beiden Jahren rund acht Millionen Euro investieren und weitere 4,5 Millionen Euro in die Unterhaltung stecken will Hans-Dietmar Kreitz (CDU, Gillersheim) verpackte seine Kritik, dass die Kreisstraße zwischen Elvershausen und Hammenstedt nicht im Aus- beziehungsweise Erneuerungsprogramm enthalten ist, in eine Anfrage nach der Einbringung des Haushaltes.

In ihr monierte er, dass Rettungswagen wegen des schlechten Zustands der Straße einen Umweg über Katlenburg fahren müssten, wenn sie nach Northeim fahren müssten. Erster Kreisrat Jörg Richert rief daraufhin, bei hohem Risiko würde ein Rettungshubschrauber alarmiert. Baudezernent Ralf Buberti, sagte, weil Teile der Straße im Hochwassergebiet lägen, müsste erst eine Planfeststellung erfolgen.

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