Klinkert-Kittel ist in die SPD eingetreten

Landrätin strebt zweite Amtszeit an

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Das Northeimer Kreishaus.

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel strebt eine zweite Amtsperiode an. Das hat sie auf Anfrage der HNA gesagt, nachdem es gerüchteweise deutliche Kritik aus der SPD gegen hatte an der Amtsführung von Klinkert-Kittel gegeben hatte.

„Meine Arbeit macht mir Spaß“, sagte Klinkert-Kittel. Die Entscheidung für eine zweite Amtsperiode ab Herbst 2021 stehe erst im nächsten Jahr an, aber derzeit könne sie sich eine erneute Kandidatur vorstellen.

Die Landrätin, die als parteilose Kandidatin 2016 im Wahlkampf von den Sozialdemokraten unterstützt wurde, ist Anfang des Jahres in die Partei eingetreten. Die SPD-Unterbezirksvorsitzende Frauke Heiligenstadt, der von zahlreichen Parteimitgliedern eigene Ambitionen auf das Amt der Landrätin unterstellt werden, weist das zurück. „Sollte die amtierende Landrätin für eine weitere Wahlperiode als Landrätin zur Verfügung stehen – wovon ich momentan ausgehe – ist sie meines Erachtens die richtige Wahl“, sagte sie auf die Frage nach eigenen Ambitionen.

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel

Überhaupt äußerte sie sich verwundert darüber, dass es innerhalb der SPD Kritik an Klinkert-Kittel geben soll. In den jüngsten Sitzungen des Unterbezirksvorstandes sei keinerlei Kritik an ihrer Arbeit geäußert worden. Der Unterbezirksvorstand sei mit der Arbeit der Landrätin sehr zufrieden.

„Sollte es Kritik geben, was in einer Demokratie auch mal dazu gehört, würde ich direkt das Gespräch als Kreisvorsitzende mit ihr suchen und die Dinge besprechen“, betonte Heiligenstadt. 

Aus SPD-Kreisen im Landkreis Northeim ist seit Längerem immer wieder zu hören, dass die Neustrukturierung der Northeimer Kreisverwaltung durch Landrätin Astrid Klinkert-Kittel kritisch gesehen werde. Auch wolle sie als Verwaltungsfachfrau zu oft mit dem Kopf durch die Wand und lasse politisches Gespür dafür vermissen, wie und wann Dinge politisch durchgesetzt werden können. 

Frauke Heiligenstadt

„Ich kriege da ein ganz anderes Feedback“, sagte Klinkert-Kittel im Gespräch mit der HNA, sowohl aus der SPD als auch den anderen Fraktionen des Kreistags. Als Landrätin sei sie allerdings nicht nur der SPD verpflichtet, sondern den Bürgern. Zu ihrem Amt gehöre es auch, Entscheidungen zu treffen, „die nicht ungetrübte Freude auslösen“, betonte sie. 

Trotzdem könne sie sich nicht vorstellen, dass es eine breite Basis für diese Kritik innerhalb der SPD gibt. Sie wolle das Beste für den Landkreis geben, betonte sie. „Vielleicht bin ich für einige zu schnell.“ 

Dabei verteidigte sie nachdrücklich die von ihre angestoßene Umstrukturierung der Kreisverwaltung: „Der Erfolg gibt mir recht.“ Die vier Dezernenten leisteten hervorragende Arbeit. Außerdem ende die Entscheidungskompetenz des Kreistags bei der Einführung der Dezernatsstruktur. Alles andere, also der übrige Verwaltungsaufbau, so betonte Landrätin Klinkert-Kittel, unterliege ihrer Kompetenz als Hauptverwaltungsbeamtin. 

Die Umstrukturierung diene auch der Motivationsförderung der Mitarbeiter. Sie habe im Kreishaus jeden Stein umgedreht. Nun brauche es etwas Zeit, bis alles eingespielt habe. Sie sei aber auch bereit, hier und da noch nachzujustieren. 

Wann innerhalb der SPD über die Landratskandidatur entschieden wird, ist nach den Worten der Unterbezirksvorsitzenden Frauke Heiligenstadt noch offen. Der Unterbezirksvorstand wolle sich im Herbst mit einem Zeitplan für die Kommunalwahl 2021 beschäftigen. Dazu gehöre auch der Termin für eine Kreiswahlkonferenz für die Landratswahl.

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